VW ruft 700.000 Autos zurück - Diese beiden Modelle sind betroffen

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Freie Fläche: Der alte Kiosk „Platzl am See“ ist abgerissen. An der Stelle soll stattdessen eine Container-Anlage entstehen. 

Interimslösung steht schon fest

Murnauer Bucht: Kiosk wurde abgerissen - und nun?

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In der Murnauer Bucht steht eine Veränderung an, die vergangenes Jahr im Gemeinderat für rege Diskussionen gesorgt hatte. Der in die Jahre gekommene Kiosk wurde diese Woche abgerissen, um für eine aufgehübschte Container-Lösung Platz zu machen.

Murnau – Was soll aus dem Kiosk „Platzl am See“ werden? Diese Frage hielt 2017 Murnaus Ortspolitik auf Trab und sorgte für kontroverse und mitunter emotionale Debatten. Zur Erinnerung: Die Marktgemeinde musste handeln. Denn das Landratsamt stellte in der verpachteten Anlage, die in die Jahre gekommen war, Mängel fest: Für das teilweise gaststättenähnliche Geschäft mit Biergarten waren vor allem die hygienischen und baulichen Voraussetzungen nicht mehr gegeben. Das Thema war deswegen heikel, weil der Standort in bester Lage am Staffelsee für den Tourismusort von großer Bedeutung ist. Der Gemeinderat entschied sich schließlich nach langem Hin und Her für eine einfache Interimslösung in Form eines Containers, um sich nicht die Planungsfreiheit für die Murnauer Bucht einzuschränken. Das Freizeitgelände soll bekanntlich irgendwann komplett neu gestaltet werden.

Nun steht erstmal die Umsetzung des Kiosk-Vorhabens an; die Kostenschätzung liegt bei rund 95 000 Euro. Die alte Holzkonstruktion ist bereits verschwunden. Nach Angaben des Bauamts soll ein fertig eingerichteter Küchencontainer bestellt und dort aufgestellt werden. Wenn alles glatt läuft, könnte der Betrieb im Juni oder Juli starten – also noch rechtzeitig zur Urlaubssaison. Derzeit läuft ein Auswahlverfahren für einen Pächter. Auch der bisherige Mieter Kurt Höller, der zudem das benachbarte Lido-Strandlokal managt, hat sich nach eigenen Angaben mit einem Konzept beworben.

Zur Ausstattung eines solchen Containers zählen unter anderem eine professionelle Edelstahl-Küche und eine große Verkaufsklappe an der Frontseite. Hinzu kommen daneben eine bestehende WC-Anlage und weitere Betriebsflächen wie ein Lagerraum. Das Ganze soll mit einer Holzverschalung und einem Dach ansehnlich gestaltet werden. „Das sieht dann aus wie ein kleines Holzhaus“, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Gudrun Kammerlohr, die das Projekt betreut. Insgesamt wird die Anlage kleiner als die bisherige ausfallen. Vorgesehen sind rund 40 Sitzplätze im Freien. Und auch die Speisekarte wird aufgrund der Auflagen der Lebensmittelaufsicht übersichtlicher sein. Zulässig sind – neben dem klassischen Kiosk-Sortiment – warme Snacks wie etwa Pommes, Würstel oder Fleischpflanzerl.

SPD-Gemeinderat Felix Burger, der sich von Anfang an für die Container-Variante stark gemacht hat, ist zufrieden. Es handle sich um eine Übergangslösung, betont er. In ein paar Jahren könne man den Behälter – wenn er nicht mehr benötigt werde – verkaufen oder anderweitig einsetzen. Und er könne sich gut vorstellen, dass Künstler die Außenfassade optisch aufwerten. Entscheidend sei, so Burger, dass man nun endlich das Mammutprojekt Murnauer Bucht anpackt.

Doch es gibt auch ablehnende Haltungen. Burgers Gemeinderatskollege Josef Gramer (CSU) ist nicht begeistert: „Das ist der schönste Platz in Murnau – und wir stellen einen Container hin.“ Ein richtiger Neubau wäre seiner Ansicht nach sinnvoller. Dann hätte man in der Küche auch mehr Platz zur Verfügung.

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