Frei oder besetzt: In Garmisch-Partenkirchen gibt es bereits ein Parkleitsystem.
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Frei oder besetzt: In Garmisch-Partenkirchen gibt es bereits ein Parkleitsystem.

Morgen sprechen die Räte über das Thema

Murnau will Parkleitsystem installieren - Unnötigen Suchverkehr vermeiden

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
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Möglicherweise wird in Murnau noch heuer ein Verfahren installiert, dass dem Autofahrer das Leben deutlich leichter macht. Die Rede ist von einem Parkleitsystem. Am morgigen Donnerstag befasst sich der Hauptausschuss damit.

  • Der Markt Murnau will ein Parkleitsystem einführen.
  • Damit will man unnötigen Suchverkehr vermeiden.
  • Verkehrsreferent Welf Probst sieht vor allem Bedarf an der Ramsachstraße.

Murnau – Schon seit mehreren Jahren ist in Murnau die Rede davon, dass ein Parkleitsystem eingeführt werden soll. Vor rund einem halben Jahr wurde Karl Steingruber, Leiter der Gemeindewerke, konkreter: „2021 gehen wir ein Parkleitsystem für ganz Murnau an. Dann wird sicher so manches einfacher für die Autofahrer.“

Freie Plätze werden berechnet

Mit Hilfe eines Parkleitsystems ist es möglich, Autofahrer via Anzeigetafeln oder per App zu einem freien Parkplatz zu leiten. Auf Abstellflächen werden die noch freien Plätze gezählt, indem das System die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge registriert und die freien Plätze berechnet. Die Information zu freien und besetzten Parkplätzen werden dann an einen Computer übermittelt. Dieser leitet sie an die elektronischen Anzeigetafeln weiter. Oder man ruft aktuelle Informationen per App ab.

Rathaus blockt ab

Die Murnauer Ortspolitiker befassen sich mit dem Thema am morgigen Donnerstag (18 Uhr, Kultur- und Tagungszentrum) im Hauptausschuss. Einen Fragenkatalog lässt das Rathaus unbeantwortet. „Wir bitten um Verständnis, dass wir im Vorfeld einer Behandlung durch das Gremium keine Aussage dazu tätigen können“, sagt dazu Sprecherin Annika Röttinger. Dem Vernehmen nach soll am Donnerstag eine Firma den Auftrag bekommen, eine Bestandsaufnahme und in der Folge Vorschläge zu machen. Dabei wird es anscheinend auch darum gehen, wo die Gemeinde Schwerpunkte setzen möchte. Zur Debatte steht wohl, ein App-gesteuertes System und zusätzlich an den Ortseingängen Tafeln zu installieren, die anzeigen, auf welchem Parkplatz noch etwas frei und welcher bereits besetzt ist. Ein Büro aus München stellte den Volksvertretern bereits seine Ideen vor. Möglicherweise wird das neue Parkleitsystem noch heuer zumindest teilweise umgesetzt.

Probst: Besucherverkehr besser lenken

Verkehrsreferent Welf Probst (Freie Wähler) verspricht sich etwas davon. „Das kann uns schon dienlich sein.“ Der Besucherverkehr lasse sich damit besser lenken. Dringenden Bedarf für so ein System sieht Probst im Bereich Ramsachstraße/Ödanger, wo viele Tagestouristen auftauchen. „Gerade da unten haben wir viel Suchverkehr“, sagt der Verkehrsreferent. „Das führt zu Unmut in der Bevölkerung.“

Jones: Entspannteres Einkaufserlebnis

Auch Veronika Jones, Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und Wirtschaftsreferentin, ist froh, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt. Sie hatte bereits vor knapp sechs Jahren einen „Antrag auf Optimierung des Parkleitsystems“ gestellt. Sie ist überzeugt: „Je weniger Verkehr wir im Zentrum haben, desto entspannter ist das Einkaufserlebnis – sowohl für Einheimische, als auch für Touristen. Es tut uns allen gut, den Verkehr außerhalb des Zentrums zu haben.“ Aus ihrer Sicht gilt es herauszustellen, dass alle großen Parkplätze zentrumsnah seien und der Ortskern damit fußläufig zu erreichen sei.

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