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Auch für Murnau geplant: Kurze Leitbaken wie hier bei Burgrain sollen die Einmündung Kocheler Straße/Schwaigangerstraße verengen.

Verkehrsberuhigung kommt in mehreren Etappen

Murnauer Schwaigangerstraße: Lärmgeplagte Anwohner können aufatmen

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Der Markt Murnau kommt den lärmgeplagten Anwohnern der Schwaigangerstraße in mehreren Schritten entgegen. Noch im März wird die Fahrbahn teilweise verengt. Weitere Arbeiten folgen, um Raser auszubremsen.

Murnau – Über 100 Unterschriften hatten Anwohner der Schwaigangerstraße 2017 gesammelt und diese im Rathaus übergeben – verbunden mit der Forderung nach einer umfangreichen Verkehrsberuhigung. Sie beklagten eine in ihren Augen untragbare Situation: eine massive Zunahme an Fahrzeugen und damit eine gestiegene Lärm- und Abgasbelastung. Zudem kritisierten sie, dass viele Raser die Tempo-30-Beschilderung ignorierten. Dabei benutzen viele Mädchen und Buben die Route auf dem Weg zu Schule oder Kindergarten. Die Sperrung auf Höhe der Rathaus-Baustelle am Untermarkt hatte die Lage offenbar zusätzlich vorübergehend verschärft.

Bei Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) und Gemeinderäten stießen die Anwohner auf offene Ohren. Noch im März soll der erste – und wohl entscheidende – von mehreren Schritten umgesetzt werden. Bauhof-Mitarbeiter werden, wie es bereits im September politisch beschlossen worden ist, an der Schwaigangerstraße seitlich sechs halbkreisförmige, etwa zwei auf zwei Meter große Kunststoff-Inseln mit Beschilderung aufdübeln, um die etwa sechs Meter breite Fahrbahn deutlich zu verengen. Dadurch können nicht mehr zwei entgegenkommende Autos gleichzeitig die Stellen passieren. Man versuche, mit geringsten Mitteln zu einer Lösung zu kommen, „ohne die Straße aufzureißen“, sagt der Leiter des Ordnungsamts im Rathaus, Florian Krammer. Dieses Vorhaben hatte die Gemeinde Betroffenen schon vor Wochen auch auf einer Anliegerversammlung präsentiert, um sich ein Bild von der Resonanz zu machen. Im April, sagt Hansjörg Resenberger, Leiter des Tiefbauamts, sollen Tempomessungen vorgenommen werden, um zu überprüfen, ob der gewünschte Effekt eintritt: dass Raser vom Gas gehen.

Zudem nimmt sich die Gemeinde im weiteren Verlauf des Jahres zwei Einmündungen an der Schwaigangerstraße vor. Wer aus Richtung Kochel in diese abbiegt, kann momentan über eine Bushaltestelle die Kurve schneiden und mit Schwung weiterfahren. Künftig sollen 15 Zentimeter hohe Leitbaken den Bereich provisorisch verengen. „Wir müssen sehen, ob das funktioniert“, sagt Resenberger. Es muss gewährleistet sein, dass auch der Schwerlastverkehr noch um diese Kurve kommt und nicht für einen Rückstau auf der Staatsstraße sorgt.

Mehr Aufwand fällt an der Einmündung Schwaiganger-/Sporrerstraße an, an der eine Gefahrenstelle entschärft werden soll. Wer an der Schwaigangerstraße Richtung Zentrum läuft, sieht vom Gehweg aus nicht in die Sporrerstraße, sondern muss diese erst betreten, um zu kontrollieren, ob sich ein Auto nähert. Der Gehweg wird künftig weiter in die Sporrerstraße gezogen, die Einmündung so verschmälert. Dadurch kann aller Verkehr nicht mehr so flott in diese abbiegen, der auf der Schwaigangerstraße in Richtung Unfallklinik fließt. Und: Auch in Zukunft soll ein Tempo-Messgerät in dem Gebiet aufgestellt werden.

Andere Alternativen haben sich zerschlagen. Eine Tempo-30-Zone, sagt Krammer, sei „rechtlich nicht zulässig“, und Fahrbahnerhebungen stellten „einen enormen Eingriff dar, der sehr viel Geld kostet, ohne dass man weiß, ob er zielführend ist“. Diese Möglichkeit habe man zurückgestellt – für den Fall, dass nichts anderes fruchtet.

Anwohner Robert Glas, der die über 100 Unterschriften mitgesammelt hatte, zeigt sich mit dem eingeschlagenen Weg „zufrieden“. Nun müsse man sehen, ob an der Schwaigangerstraße damit künftig nicht mehr so gerast werde.

Übrigens: Die Verwaltung will auch die Anwohner von Pechmann- und Sollerstraße bedenken, die sich ebenfalls mit Klagen über Raser ans Rathaus gewandt hatten. An diesen Routen soll einseitig ein Fahrradschutzstreifen markiert werden. Dieser würde für Radler im Schulumfeld auch mehr Sicherheit bedeuten.

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