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Stolze Einser-Abiturientinnen: (v. l.) Constanze Pichler, Annemarie Schneider, Amelie Sigge und Christina Remlinger.

Staffelsee-Gymnasium Murnau

Vier Abiturientinnen schaffen Schnitt von 1,1

Constanze Pichler, Annemarie Schneider, Amelie Sigge und Christina Remlinger haben eines gemeinsam: Die vier 18-Jährigen schafften alle einen  Notendurchschnitt von 1,1.

Murnau – „Hakuna Matata“ ist ein Spruch aus der afrikanischen Sprache Swahili und heißt wörtlich übersetzt: „Es gibt keine Schwierigkeiten.“ Unter diesem Motto haben die Schüler des Murnauer Staffelsee-Gymnasiums Murnau ihren Abschluss gestellt. Laut Rektor Josef Holzmann haben 105 Teilnehmer ihr Abitur in der Tasche – hiervon bestanden 32 Absolventen mit einer eins vor dem Komma. Darunter auch Constanze Pichler, Annemarie Schneider, Amelie Sigge und Christina Remlinger. Die vier 18-jährigen Frauen erzielten einen traumhaften Notendurchschnitt von 1,1.

Beabsichtigt war das nicht, wie die frischgebackenen Abiturientinnen einstimmig mitteilen. „Wir hatten uns alle bei den Tests schlechter eingeschätzt und waren von dem Ergebnis positiv überrascht“, erzählt Remlinger. Die Hechendorferin schreibt ihre guten Leistungen unter anderem dem guten Rückhalt von Lehrern und Familie zu: „Davon hängt vieles ab. Aber ich habe mich auch angestrengt, da ich ein gutes Abitur schreiben wollte.“

Da Remlinger noch nicht genau weiß, in welche berufliche Richtung sie gehen will, wird sie zunächst ein Jahr lang bei der Heilpädagogischen Tagesstätte in Farchant Erfahrungen sammeln. „Ich werde 30 Stunden pro Woche als Individualbegleiterin für Kinder mit besonderen Bedürfnissen arbeiten. Der therapeutische Bereich interessiert mich sehr“, betont sie.

Bedürftige Menschen zu unterstützen, stellt auch für Sigge eine Triebfeder dar. Die Murnauerin will sich im Herbst für zwei Monate an einem Straßenkinderprojekt im afrikanischen Ghana beteiligen. Langfristig plant sie, an der Universität Innsbruck den Bachelor-Studiengang „Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement“ zu wählen. „Mit dieser Basis kann ich bei großen Hilfsorganisationen wie UNICEF oder der WHO mitwirken“, erzählt die 18-Jährige.

Ihre Kollegin Pichler schmiedet ähnliche Pläne: Sie will Mitte August nach Südafrika reisen, um bei der Versorgung der kleinen Patienten im Kinderkrankenhaus von Kapstadt zu helfen. Außerdem hat die Riegseerin ein Hilfsprojekt auf der philippinischen Insel Mindanao ins Auge gefasst. Dort betreibt die international tätige Nichtregierungsorganisation „German Doctors“ sogenannte „Rollings Clinics“ (Kliniken auf Rädern), wodurch Menschen Unterstützung erfahren, die fernab von medizinischer Versorgung leben. „Das ist mein Übergangsplan bis zu meinem Medizinstudium. Ich könnte mir eines Tages sogar vorstellen, in der Chirurgie zu arbeiten“,verrät Pichler.

Hingegen ist Annemarie Schneiders Leidenschaft im Bereich der Schriftstellerei angesiedelt. Die Pöckingerin hat bereits einige Kurzgeschichten bei einem bekannten deutschen Verlag veröffentlicht und will in dieser Branche Fuß fassen: „Autorin zu werden, ist mein Traum. Doch erst mache ich ein Jahr lang Work and Travel im englischsprachigen Raum“, sagt Schneider, die in der 11. Klasse nach Murnau an Gymnasium wechselte, da sie an ihrer ehemaligen Schule in Starnberg nicht zurechtgekommen war. 

Auch wenn diese vier Persönlichkeiten recht unterschiedlich sind, haben sie eines gemeinsam: Es sind engagierte Frauen mit starken Visionen.

Constanze Wilz

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