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Freuen sich auf das Volksmusik-Treffen: (v. l.) Philip Schürlein, Leiter der Tourist Information, seine Stellvertreterin Alexandra Sichart, die Künstlerische Leiterin Anita Staltmeier-Gruber und Musikschulchef Thomas Köthe. 

„Aufgspuit im Murnauer Moos“

Volksmusik-Treffen: Musikgenuss vor Bergkulisse

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Volksmusikfreunde können sich den 9. September dick im Kalender anstreichen: Dann findet das beliebte Treffen „Aufgspuit im Murnauer Moos“ statt. Wenn das Wetter mitspielt, treten die Künstler tatsächlich in der Natur auf – und müssen nicht auf Wirtshäuser ausweichen.

Murnau – „Aufgspuit im Murnauer Moos“ zählt zu den Top-Veranstaltungen im Murnauer Jahresprogramm. Authentische und unverfälschte Volksmusik, dargeboten im Freien vor der herrlichen Bergkulisse – das begeistert Einheimische und Gäste gleichermaßen. Das Treffen der Sänger und Musikanten, das 2007 im Zuge der Oberbayerischen Jugend- und Kulturtage ins Leben gerufen wurde, ist ein Publikumsmagnet. Im Schnitt werden 1500 bis 2000 Besucher gezählt. „Das hat hohe Qualität“, urteilt Philip Schürlein, Leiter der Tourist Information. „Aufgspuit“ sei ein „Image- und Werbeträger für die gesamte Region“.

Doch in der jüngsten Vergangenheit hatten die Veranstalter – es handelt sich um eine Gemeinschaftsaktion der Tourist Information und der Camerloher Musikschule – Pech mit dem Wetter. Aufgrund von Dauerregen mussten Künstler und Zuhörer in ausgewählte Wirtshäuser ziehen. Und einmal diente der Kulturpark als riesige Bühne. „Aufgspuit“ fand somit 2014 letztmalig an seinem eigentlichen Bestimmungsort am Rande des Murnauer Mooses statt. Für die Organisatoren steht fest: Es ist heuer an der Zeit, dass die beliebte Reihe wieder ihrem Namen gerecht wird und – wenn die Witterung passt – die Besucher auf dem idyllischen Areal beim Ähndl Volksmusik vom Feinsten genießen können. Der Termin: Sonntag, 9. September, von 13 bis 17 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es bei der Tourist Information. Notfalls müssen aber erneut Lokale als Schlechtwetter-Alternative herhalten.

Das Programm, das gestern im Rahmen eines Pressegesprächs im Kultur- und Tagungszentrum präsentiert wurde, hat Anita Staltmeier-Gruber zusammengestellt. Sie kündigt eine „typisch alpenländische Volksmusik“ und viel Abwechslung an. Geboten werde eine bunte Mischung. Die Künstlerische Leiterin und Lehrerin an der Musikschule ist von dem Konzept überzeugt, denn: „Volksmusik gehört unters Volk.“ Zwölf Gruppen, darunter auch einige aus der Region, werden an dem Nachmittag an verschiedenen Stationen auftreten und durchwechseln, etwa beim Gasthof Ähndl, beim Drachenstich oder an der St.-Georg-Kapelle. Die Besucher können mitziehen oder an einer Stelle bleiben und die Bandbreite der Darbietungen erleben. Aber auch für die Akteure ist die Teilnahme etwas Besonderes: „Jeder kann mit jedem musizieren“, berichtet Staltmeier-Gruber. Bemerkenswert: Unter den Künstlern ist auch Politprominenz vertreten. Denn bei der „Tölzer Landratsamtsmusi“ ist der Landrat aus dem Nachbarlandkreis, Josef Niedermaier (Freie Wähler), an der Klarinette mit von der Partie.

Volksmusik ist im Trend, auch bei der Jugend. Das kann Thomas Köthe, Leiter der Camerloher Musikschule, bestätigen: „Der Bereich Volksmusik hat stark zugenommen.“ Inzwischen nehme dieser den gleichen Stellenwert ein wie Klassik, Jazz oder Rock-Musik. Seiner Ansicht nach spiele dabei die Heimatverbundenheit eine große Rolle. Entscheidend sei aber, so Köthe weiter, sich von den volkstümlichen Spielarten zu unterscheiden. „Wir legen Wert auf hochwertiges Musizieren.“

Die Musikgruppen: Bairer Saitenmusi (Ebersberg), Boarisch Roas (Eurasburg), D’Walli Blos (Murnau), Eschenloher Sänger, Gruber Buam (Uffing), Hintersteiner Jodler (Bad Hindelang), Perlseer Dirndl (Tegernsee), Schladl Musi (Altötting), Schönach Buam (Eschenlohe), Tölzer Landratsamtsmusi, Uffinger Ziachmusi, Vier-See-Musi (Riegsee).

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