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Kreative Köpfe: (v.l.) Leo Bierling, Stefan Gut und Manuel Herz von den Gamskamplern. 

Tagblatt und Bürgerstiftung Mehrwert organisieren Benefizkonzert

Gamskampler spielen für den guten Zweck und präsentieren neues Album

Satire, Spaß und ein Schaf: Die Gamskampler treten am 20. Mai in der Westtorhalle für den guten Zweck auf. Mit dabei: viele neue Lieder und die Vorgruppe „Escalators“.

Riedhausen– Die ersten Töne von „Schofscheraschorschl“ erklingen. Da zappelt und tanzt auch schon ein Schaf vor der Bühne herum. Kein echtes natürlich. In dem Kostüm steckt ein Fan. Sozusagen der Special-Guest der Gamskampler.

„Volksmusik mit Gwoit“ – so bezeichnet die Band aus dem Ammertal ihren Stil. Die Spezln Manuel Herz, Leo Bierling und Stefan Gut alias Gitarrist und Sänger Hans Dampf, Schlagzeuger Hans Bier und Bassist Hans Gut machen seit Jahren gemeinsam Musik. 1999 gründeten sie die Gruppe. „Damals war das mehr für uns selbst“, sagt Gut. „Richtig unterwegs für Konzerte und Auftritte sind wir erst seit drei Jahren.“

Inzwischen ist die Gruppe überregional gefragt. Am Samstag, 20. Mai, steht das Trio mal wieder in heimischen Gefilden, in der Westtorhalle in Riedhausen, auf der Bühne – und das für den guten Zweck. Die Band gibt ein Benefizkonzert, das vom Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt und der Bürgerstiftung Mehrwert veranstaltet wird. Im Gepäck: ihr neues Album „Zwårch“. Und: ihre Vorgruppe „Escalators“, die mit ihrem Skiers-Rock kräftig einheizen. „Es ist eine schöne Sache, wenn man mit seiner Musik etwas bewegen kann und Projekte unterstützt“, sagt Gut. „Wir nehmen nicht automatisch jede Auftrittsanfrage an, aber für so etwas sind wir definitiv zu haben.“

2015 wurden die Gamskampler als tz-Newcomer gekürt. Ein Jahr später setzte das Trio noch einen drauf: Die Freunde gewannen den Heimatsound-Wettbewerb des Bayerischen Rundfunks (BR). Ihr Sieg brachte sie auf die Bühne des Heimatsound-Festivals in Oberammergau, das sie eröffnen durften. Damit nicht genug: Ihr Sieger-Lied „Schofscheraschorschl“ lief im Radio auf Bayern 2, und die Musiker wurden in der BR-Abendschau vorgestellt. Der Durchbruch.

Hans, Hans und Hans entwickelten ihr persönliches Genre – innovativ und ein bisschen schräg. Ihr Stil passt in keine Schublade. „Uns ist es wichtig, in unseren Liedern eine einfache und bodenständige Lebensweise in den Fokus zu rücken“, betont der Wurmansauer Gut. In erster Linie sollen sie unterhalten – aber hinter den lustigen Texten steckt mehr: „Satire ist schließlich dafür da, die Leute auch zum Nachdenken zu bringen.“ Als Themen nehmen die Ammertaler alles, was ihnen unterkommt: „Wir beschäftigen uns mit dem Alltag eines Ottonormalverbrauchers – von Fußball über Familiensituationen bis hin zum Dorfleben ist alles dabei.“

Auch in ihrem zweiten Album „Zwårch“ – was soviel wie „quer“ bedeutet – zeigen die Musiker ihre eigene Sichtweise auf die Dinge. Mit ihren Texten wollen sie sich eben nicht der „08/15-Meinung“ anpassen. Das erste Lied der CD – „Es geht ohne aa“ – beschäftigt sich damit, „was wir alles angeblich brauchen, um glücklich zu sein“, sagt Gut. „Aber letztendlich kommt man auch gut ohne diese ganzen Spinnereien aus.“ 17 Lieder sind auf der CD – alle selbst geschrieben und komponiert sind. Etwa ein halbes Jahr dauerte die Produktion. „Für die Aufnahmen waren wir nur etwa eineinhalb Tage im Studio – aber damit ist die Arbeit ja noch nicht getan“, erklärt Gut. Schließlich müssen Kompositionen und Texte erst einmal entstehen, bevor die Aufnahmen starten können.

Die Gamskampler haben es geschafft und sind zufrieden mit ihrem Werk. Bei dem Benefizkonzert können sich die Zuhörer überzeugen. Eins ist auf jeden Fall sicher: Die Musiker werden’s krachen lassen. Ohrwürmer garantiert. Der Schafauftritt sowieso.

Das Benefizkonzert

der Gamskampler und der Escalators findet am Samstag, 20. Mai, in der Westtorhalle in Riedhausen statt. Beginn ist um 20.30 Uhr (Einlass: 20 Uhr). Die Ticket’s sind für zwölf (ermäßigt acht Euro) im Vorverkauf bei GAP-Ticket, beim Kreisboten und in der Buchhandlung Gattner in Murnau erhältlich.

Sonja Hößl & Manuela Schauer

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