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Schwer durchzukommen: Im Lindenburgweg wird oft bis zum Anschlag geparkt. Die Beschwerden häufen sich, die Gemeinde will handeln. 

Kontroverse Debatte im Verkehrsausschuss

Wildes Parken: Zoff um Murnauer Lindenburgweg

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Eine Straße sorgt für Wirbel: Anwohner des Murnauer Lindenburgwegs klagen über ausuferndes Parken und eine zweifelhafte Einbahnstraßenregelung. Die Gemeinde will handeln – und sucht den erneuten Kontakt mit den Betroffenen.

Murnau – Umfassende Baumaßnahmen, zugestellte Flächen durch wildes Parken, eine aus Sicht von Anwohnern unsinnige Einbahnstraßenregelung: Der Murnauer Lindenburgweg bereitete dem Verkehrsausschuss in der jüngsten Sitzung nicht wenig Kopfzerbrechen.

Besonders, nachdem sich ein Zuschauer aus dem Publikum verärgert zu Wort gemeldet und die Straßenverhältnisse seit dem Ausbau als inakzeptabel bezeichnet hatte. Später zeigte sich der Mann, der namentlich nicht genannt werden will, versöhnlicher: „Es wurde gleich gehandelt, das ist gut so, jetzt passt es“, sagte er im Tagblatt-Gespräch. Sein Appell hatte Erfolg: Die Gemeinde hatte den Beschluss, die Einbahnstraßenregelung im südlichen Teil des Lindenburgwegs nahe dem Krautgartenweg zu entfernen, bereits tags drauf umgesetzt.

Worum geht es? Mit dem Ausbau des Lindenburgwegs – unter anderem wurde sukzessive die Asphaltdecke aufgerissen, um den Kanal zu sanieren – wollte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Immer wieder hatte es seitens der Anwohner mehrere Beschwerden gegeben: Einige störte die Tatsache, dass der Lindenburgweg von vielen Autofahrern offenkundig als Abkürzung genutzt wurde, um über diese und die abzweigende Sollerstraße schneller auf die B2 zu gelangen. Andere regten sich über das ausufernde Parken auf. Obwohl – so auch der Vorwurf des Zuschauers – viele Grundstücke über genügend private Stellflächen verfügten, versperrten sie beidseitig die Straße mit ihren Pkw. „Völlig unnötig“, wie er befindet. „Fast jeder hätte die Möglichkeit, das Auto auf seinem Areal abzustellen.“

Zwei neue Maßnahmen hatte die Gemeinde daraufhin beschlossen: zum einen eine Einbahnstraßenregelung auch im oberen Teil der Straße vom Viehmarktplatz bis zur Einmündung in den Krautgartenweg, um den Abkürzungsverkehr von der Schwaiganger- zur Sollerstraße zu unterbinden. Außerdem wurden an verschiedenen Stellen Halteverbotsschilder aufgestellt, um dem Missbrauch dauerhaft zu begegnen. „Jede Woche beschwerten sich Anwohner, dass Hofeinfahrten zugeparkt seien“, informierte Ordnungsamtsleiter Florian Krammer. „Es musste daher umgehend gehandelt werden.“ So weit, so gut. Doch wie es scheint, stoßen die neuen Gegebenheiten nicht bei jedermann auf Gegenliebe. Denn sie verhindern, dass der Lindenburgweg im Gefahrenfall genutzt werden kann. Die Halteverbotsschilder scheinen ebenfalls ihren Zweck zu verfehlen. Murnau will jetzt mit den Anliegern erneut ins Gespräch kommen. Konkret geht es um die Prüfung von drei Varianten zu der Thematik.

Bei aller Einigkeit über Handlungsbedarf gab es aber auch Diskrepanzen. Es könne nicht sein, dass ausschließlich Anwohner über die Nutzung einer Straße bestimmen, kritisierte Franz Fischer von der Gruppierung Mehr Bewegen. Das Prozedere sollte so sein, „dass wir entscheiden sollten“. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) entgegnete: „Ich sehe die Straße in einer Anliegerfunktion.“

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