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Domizile für die Mitarbeiter: Personalwohnungen an der Unfallklinik Murnau im Bereich der Prof.-Küntscher-Straße. 

Machbarkeitsstudie wird geprüft

Wohnungsbau: Unfallklinik Murnau hinkt hinterher

Die Murnauer Unfallklinik wächst und wächst. Doch in Sachen Personalwohnungen hat sich seit mehr als zehn Jahren nichts getan. Mittlerweile bewegt sich etwas. Eine Machbarkeitsstudie wird derzeit geprüft.

Murnau – Mit dem Erweiterungsbau im Osten ist die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau noch einmal kräftig gewachsen. Da wundert es nicht, dass die Einrichtung für weitere Personalwohnungen Bedarf sieht. Eine Machbarkeitsstudie liegt mittlerweile vor. Dabei wurde die bestehende Gebäudestruktur und das vorhandene Grundstück analysiert. Die Studie „befindet sich derzeit zur Prüfung bei der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung“, teilt Lisa Schwede mit, Leiterin Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an der Unfallklinik. „Erst wenn die Fördermittel genehmigt werden, können wir diese für konkrete Baumaßnahmen einsetzen.“ Wann das Plazet kommt, ist nicht bekannt. Daher kann Schwede „im Moment noch keine konkreten Auskünfte geben“.

Die Unfallklinik zählt mittlerweile mehr als 2200 Beschäftigte. „Themen wie Familienfreundlichkeit, Work-Life-Balance und natürlich auch Wohnraum haben für sie eine große Bedeutung“, betont Schwede. Derzeit stehen 365 klinikeigene Wohneinheiten zur Verfügung – vom Einzelzimmer im Wohnheim bis hin zu Mehrzimmerwohnungen für Familien. „Nach wie vor verzeichnen wir hierbei eine sehr hohe Nachfrage. Dies berücksichtigen wir bei der Planung neuer Baumaßnahmen, die mittelfristig anstehen.“ 

Zuletzt hatte das Hospital vor mehr als zehn Jahren Personalwohnungen gebaut. Dies teilte Rathaus-Sprecherin Nina Herweck-Bockhorni mit. Die Kommune ist ihr zufolge bereits seit Längerem immer wieder an die Unfallklinik herangetreten, um die Verwirklichung von Personalquartieren voranzutreiben. „Es freut uns sehr, dass nun offensichtlich Bewegung in die Sache kommt“, sagt Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum). Der Markt Murnau habe großes Interesse, „dass die Klinik den Bau von Wohnraum für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter intensiviert“. Die Unfallklinik als größter Arbeitgeber vor Ort würde damit „ihren Beitrag dazu leisten, das Angebot von Wohnraum in Murnau, neben den zahlreichen Maßnahmen des Marktes Murnau, weiter zu verbessern“. Der derzeitige Bebauungsplan sieht bereits weitere großflächige Bebauungsmöglichkeiten im Bereich südwestlich der Prof.-Küntscher-Straße vor.

Klinik-Sprecherin Schwede weist darauf hin, dass die personelle Entwicklung der Einrichtung „durch einen quantitativen und qualitativen Ausbau der Klinik geprägt“ sei. „Die ständige Vergrößerung der Klinik schaffte auf der einen Seite immer mehr Arbeitsplätze, aber auch die fachliche Spezialisierung führte zu einem höheren Personalbedarf.“ Jede Umsetzung von Erweiterungsbauten – wie zuletzt im Osten – sei zunächst unabhängig von weiteren Baumaßnahmen, auch von Wohnbauprojekten.

Roland Lory

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