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Die Zugspitz Region, hier der Gipfel der Zugspitze, ist eine starke touristische Dachmarke.

Zusammenschluss bald wieder vollständig

Zugspitz Region: Murnaus Rückkehr im Eiltempo

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Beim Wiedereintritt Murnaus in das Landkreis-Bündnis der Zugspitz Region geben die Verantwortlichen Gas. Wenn alles glatt läuft, wird die Marktgemeinde im Laufe des März wieder vollständiges Mitglied.

Murnau – Es erfordert schon einige Anstrengungen, wenn ein Ex-Gesellschafter in eine GmbH – diese Rechtsform hat die Zugspitz Region – zurückkehren will. Im Falle Murnaus geht alles ruckzuck: Der „verlorene Sohn“ wird mit offenen Armen empfangen. Es ist offenbar politische Absicht, so schnell wie möglich die Reihen zu schließen. Zur Erinnerung: Es ist gerade mal einen guten Monat her, dass der Gemeinderat des Staffelsee-Ortes die Rückkehr in den Zusammenschluss, der den Landkreis wirtschaftlich und touristisch voranbringen soll, mit einer klaren Mehrheit beschloss. Die Zugspitz Region verdiene, so der Tenor, eine zweite Chance. Gut eineinhalb Jahre lang war Murnau aufgrund von Unzufriedenheiten nicht dabei.

Die wichtigsten Hürden sind schon genommen: Die Gesellschafter – das sind neben den Landkreis-Kommunen der Landkreis selbst sowie Partner – haben grünes Licht gegeben. Und kürzlich war Notartermin, um die Anteile an der Gesellschaft an Murnau zurückzugeben. Die hatte nach dem Ausscheiden der kleine Nachbarort Seehausen übernommen. Jetzt fehlt nur noch der Eintrag ins Handelsregister – eine Formsache, die wahrscheinlich in den nächsten Wochen erledigt ist. Dann kann Murnau in den Gremien der Organisation, die über ein Jahresbudget von rund 1,4 Millionen Euro verfügt, mitmischen.

In der Zugspitz Region ist die Freude groß, wieder vollzählig zu sein: „Ich bin erleichtert“, sagt Geschäftsführer Sebastian Kramer, der zugleich Wirtschaftsförderer des Landkreises ist. Die Reaktion verwundert nicht, denn ohne die zweitgrößte Landkreis-Gemeinde war es bislang alles andere als einfach, Projekte der Regionalentwicklung auf die Beine zu stellen. Der Fachmann ist überzeugt: „Murnau ist ein wichtiger Spieler im Landkreis. Wir werden stärker.“ An Vorhaben, an denen sich der Markt beteiligen kann, mangelt es nicht. Das fängt bei einer touristischen Dachmarke und der Stärkung der Gesundheitsregion an und hört beim Erhalt der Rinderrasse Murnau-Werdenfelser und bei einem Radwegekonzept auf – um nur einige Beispiele zu nennen. Kramer kann sich auch gut vorstellen, dass Murnau beim Thema Regionalvermarktung eine wichtige Rolle spielt. Der „Mitgliedsbeitrag“ muss noch anhand der Einwohnerzahl, der Anzahl der Gästeübernachtungen und der Steuerkraft berechnet werden; wahrscheinlich bewegt er sich jährlich bei um die 50 000 bis 60 000 Euro. Hinzu kommt ein Anteil an der Kreisumlage.

Auch Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) ist zufrieden. Der Gemeinderat habe mit einem eindeutigen Abstimmungsergebnis – der Rücktritt vom Austritt war mit 20 zu 3 Stimmen vereinbart worden – gezeigt, dass sich Murnau wieder einbringen möchte. „Das ist eine gute Sache.“ Besonders viel erhofft sich der Rathauschef von der Zugspitz Region mit Blick auf das Tourismusgeschäft. „Das ist eine super Dachmarke. Die kennt jeder“, sagt Beuting. Damit habe man auf dem hart umkämpften Markt eine deutlich höhere Durchschlagskraft.

Übrigens: In Seehausen ist man nicht traurig darüber, dass die besagten GmbH-Anteile wieder an Murnau zurückgehen. Dies sei ohnehin vertraglich so geregelt, berichtet Bürgermeister Markus Hörmann (CSU). „Ich freue mich, dass Murnau wieder dabei ist“, sagt der Kommunalpolitiker. Jetzt könne der Landkreis endlich mit einer Stimme sprechen.

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