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Das jüngste Großprojekt: der Erweiterungsbau im Osten der Unfallklinik.

Nächste Erweiterung steht an

Neue UKM-Pläne: Mehr Betten, neue Mitarbeiter-Wohnungen

Die Murnauer Unfallklinik ist weiter auf Expansionskurs: Erst im Sommer hat sie den Erweiterungsbau im Osten fertigstellt, da steht bereits das nächste Projekt an.

Murnau – An der Murnauer Unfallklinik könnten in nicht allzu ferner Zukunft wieder die Bagger anrollen. Denn die Verantwortlichen denken über die nächste Vergrößerung nach. Unter anderem soll ein leistungsfähigerer OP-Trakt entstehen.

Im Juli gab es in der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau (UKM) Grund zur Freude: Denn da wurde die Einweihung des neuen, rund 74,5 Millionen Euro teuren Bettenhauses des renommierten Hospitals offiziell gefeiert. Baustart für die Erweiterung-Ost war 2011 gewesen. Ab 2015 konnte der Komplex mit sieben Ebenen und insgesamt rund 30 000 Quadratmetern Brutto-Grundfläche nach und nach bezogen werden. Im Juni wurde schließlich mit dem Einzug des Zentrums für Innere Medizin des Klinikums Garmisch-Partenkirchen der letzte Abschnitt in Betrieb genommen. Im UKM ist man glücklich, „unseren Patienten dank der großen und modernen Räumlichkeiten einen höheren Komfort und noch mehr Qualität bieten zu können“, wie Lisa Schwede, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, mitteilt.

Doch die Geschichte der Unfallklinik zeigt: Nach der Erweiterung ist vor der Erweiterung. Das Haus verzeichnet nach Schwedes Worten „anhaltend eine zunehmende Nachfrage nach fast all unseren Leistungsangeboten“. Langfristig „wird deshalb auch eine Kapazitätserweiterung notwendig werden“. Für das kommende Jahr liegen die Prognosen bei mehr als 14 000 stationären Patienten. Unberücksichtigt sind dabei die Patienten im Zentrum für Innere Medizin des Klinikums Garmisch-Partenkirchen in der UKM. Es geht nicht nur um ein Mehr an Betten, sondern auch „um die Vergrößerung beziehungsweise Optimierung unseres Kernleistungsbereiches, wie zum Beispiel der Intensivstationen und des OP-Bereichs“. Die Anzahl der Planbetten wird sich laut Schwede 2018 von derzeit 556 um weitere 40 auf dann insgesamt 596 erhöhen. Darunter versteht man im Krankenhauswesen die maximale Anzahl an Betten, die eine medizinische Einrichtung betreiben darf. Mit den 596 Stück sei die UKM voraussichtlich „für die nächsten drei Jahre auskömmlich aufgestellt“.

Zudem wird sich wohl in Bezug auf Mitarbeiterwohnungen etwas tun. 365 Einheiten gibt es derzeit – vom Einzelzimmer im Wohnheim bis hin zu Mehrzimmerwohnungen für Familien. „Wir verzeichnen auch hierbei eine deutlich höhere Nachfrage und sehen perspektivisch Erweiterungsbedarf“, erklärt Schwede. Der langfristige Planungsprozess läuft gerade. Die Verantwortlichen haben bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Diese erstellt ein spezialisiertes Architekturbüro. „Mithilfe dieser Studie werden die vorhandene Gebäudestruktur und das vorhandene Grundstück eruiert“, sagt Schwede. Weitere Auskünfte – etwa dazu, wo ein solcher Neubau theoretisch im Ort platziert werden könnte – vermag sie im aktuellen Stadium nicht zu geben.

Die Marktgemeinde Murnau habe „sicher nichts“ gegen eine Erweiterung, betont Vizebürgermeisterin Dr. Julia Stewens (Freie Wähler). Im Gegenteil: Die Kommune sei „froh und glücklich“, wenn das Hospital „floriert“. Eine Vergrößerung bedeute ja auch „wieder mehr Arbeitsplätze“. Stewens ist überzeugt: „Krankenhäuser, die gut laufen, müssen am Ball bleiben.“

Dass die Unfallklinik wieder erweitern will, sei „logisch“. Beim Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist es ähnlich: Seitdem Stewens das Haus kennt, wird dort gebaut. 

Roland Lory

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