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Auf Wachstumskurs: die Gemeinde Großweil, in der diverse Bauprojekte geplant sind.

Diverse Bauvorhaben in Grossweil

Wachstumsschub fürs kleine Dorf

Großweil - In Großweil häufen sich Bauanträge und Voranfragen für diverse Projekte. Klar ist: Dem Dorf, das über rund 1450 Einwohner verfügt, steht ein Wachstumsprozess ins Haus. Bürgermeister Manfred Sporer sieht die Kommune gewappnet.

„Bei uns tut sich auf verschiedenen Ebenen etwas, aber nicht im Übermaß“, findet Bürgermeister Manfred Sporer (CSU), nachdem in Großweil in der jüngeren Vergangenheit vermehrt Baupläne geschmiedet worden sind: Unter anderem planten Landwirte den Bau von Aussiedlerhöfen. Außerdem entstehen im Ortskern neue Wohnbebauung sowie im Gemeindegebiet zwölf neue Parzellen Bauland. Zudem sei die Kommune gerade dabei, Bauland für Einheimische zu schaffen.

Die Bewerbungsfrist für diese insgesamt ebenfalls 12 Parzellen im Gebiet „Nördliche Jochbergstraße“ sowie im Areal „Angerweg und südlicher Zeilacker“ ist Ende November ausgelaufen. Diskutiert habe der Gemeinderat über die eingegangenen Bewerbungen von Bauinteressenten bislang nicht, sagt Sporer. Er selbst habe sie auch noch nicht gesichtet. Sporer vermutet aber, dass sich mehr Bürger beworben haben, als Parzellen zur Verfügung stehen. In jedem Fall sei die Resonanz auf die Einheimischenmodelle „relativ gut“ gewesen. „Das Interesse, sich zu bewerben, war da.“

Bis Ende Januar werde sich der Gemeinderat mit den Bewerbungen befassen und anhand festgelegter Kriterien entscheiden, welche Interessenten zum Zuge kommen werden: etwa das Einkommen, das Vermögen oder wie lange man mit Hauptwohnsitz in Großweil lebt. Zusätzliche Punkte konnten Interessenten unter anderem über die Zahl ihrer Kinder oder ihr ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde erwerben. Die Bewerber, die Grundstücke im Bebauungsplangebiet „Nördliche Jochbergstraße“ kaufen dürfen, können nach Angaben des Bürgermeisters relativ zeitnah mit der Errichtung ihrer Häuser beginnen, denn: „Dieser Bebauungsplan hat schon Rechtskraft erlangt.“ Im Frühjahr soll hier die Erschließung angepackt werden. Im Bebauungsplangebiet „Angerweg und südlicher Zeilacker“ dagegen ist wegen kleinerer Umplanungen noch eine kurze Auslegungsfrist abzuwarten, bevor auch dieser Plan rechtskräftig werden kann. Sporer schätzt, dass die Parzellen dort „in der zweiten Hälfte des ersten Halbjahres“ bebaut werden können.

Insgesamt gesehen „wird Großweil sicher wachsen“, weiß Sporer. Doch dafür sei die Kommune gerüstet. Als Beispiel dafür nennt er die bereits erfolgte Erweiterung des Kindergartens um eine Krippe, den Neubau des Feuerwehrhauses, den Schulverbund mit Schlehdorf oder den Trinkwassernotverbund mit den Stadtwerken München.

Franziska Seliger

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