Kein Verbot am Asylheim

Extreme Trockenheit: Brandgefährliches Silvester

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Murnau - Erhöhtes Risiko für einen Brand: Weil es seit Wochen nicht geregnet hat, sind die Feuerwehren an Silvester in Alarmbereitschaft. 

Diese Nacht versetzt die Feuerwehren alle Jahre wieder in erhöhte Alarmbereitschaft. Heuer blickt Murnaus Erster Kommandant Florian Krammer dem Jahreswechsel allerdings mit besonderer Sorge entgegen – und rät beim Silvester-Feuerwerk zu größter Vorsicht. Der Grund: die extreme Trockenheit. Sie macht die Knallerei zum brandgefährlichen Mitternachts-Vergnügen.

„Es hat sein Wochen nicht mehr richtig geregnet“, betont Krammer, der das Ordnungsamt im Rathaus leitet. „Das ist äußerst riskant.“ Verirrt sich eine Rakete in trockenes Gebüsch oder Gras, „geraten diese ruckzuck in Brand“, warnt Krammer. Die Wahrscheinlichkeit sei deutlich höher als nach ausgiebigen Regen- oder Schneefällen.

Die Feuerwehr Murnau wird sich wie immer in Bereitschaft befinden, um sofort eingreifen zu können. „Wir müssen damit rechnen, dass das eine oder andere passiert“, stellt der Kommandant klar. 20 bis 25 Kräfte sitzen vor Ort bei einer internen Silvesterfeier zusammen, um im Ernstfall in Sekundenschnelle reagieren zu können. Eine Löschgruppe (neun Leute) begibt sich dann zum großen Feuerwerk des Hotels Alpenhof, um Sicherheitswache zu halten.

Pyrotechnische Laien sollten vom Moos ausreichend Abstand halten, wenn sie ihr Feuerwerk in die Luft jagen. Auch Ober- und Untermarkt, die um Mitternacht von unzähligen Besuchern der angrenzenden Lokale bevölkert werden – diese zünden entsprechend viele Raketen und Böller – gelten mit ihren alten und eng stehenden Gebäuden als besonders gefährdet. Das Horrorszenario: Eine glimmende Rakete landet unter einem Dachstuhl und löst einen Brand aus. Das Gelände am Murnauer Hochbehälter Am Eichholz, das in der Vergangenheit an Silvester als sehr kritische und hochfrequentierte Stelle gegolten hatte, ist wegen einer Sanierung der Wasserreserve abgesperrt.

Generell sollte Pyrotechnik nicht in Menschenansammlungen, nicht in der Hand und nicht in der Nähe von Brennbarem gezündet werden. Noch mehr als in anderen Jahren rät Krammer, ein Auge darauf zu haben, ob Querschläger oder noch glimmende Raketen Büsche oder trockenes Gras entzünden – und im Fall der Fälle sofort den Notruf 112 zu wählen.

Keine Silvester-Einschränkungen gelten rund um das Flüchtlingsheim in Moosrain. Nordrhein-Westfalen verbietet Raketen, Böller und anderes Feuerwerk an Asylunterkünften. Die Behörden wollen so die oft traumatisierten Bewohner schützen. Natürlich sei es „sinnvoll“, an Heimen keine Böller zu zünden, so Krammer. „Aber es gibt bei uns kein Verbot. Da sollte einfach jeder seinen gesunden Menschenverstand einschalten.“

Rubriklistenbild: © "obs/HUK-Coburg/Olaf Tiedje"

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