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Bester Laune: Fußball-Nationalspieler Thomas Müller (l.) gibt den Turnierpfleger und hält während der Siegerehrung „Stand by me“, das Pferd seiner Frau Lisa.

Prominente auf Gestütsbesuch

Manuel Neuer und Thomas Müller: In Schwaiganger der Liebe wegen

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Schwaiganger - Bei der Fußball-EM zählen sie zu den Superstars. Kurz vor Turnierstart entspannten Thomas Müller und Manuel Neuer im Gestüt Schwaiganger – der Liebe wegen. Fans reagierten entzückt auf die unverhoffte Traum-Begegnung.

Zwei freie Tage hat Bundestrainer Joachim Löw seinen Nationalspielern nach dem 2:0-Sieg am Samstag in der EM-Generalprobe gegen Ungarn bewilligt, bevor das Team heute im deutschen Turnier-Quartier in Evian anreist. Knapp bemessene, kostbare Zeit, die zwei Superstars der Mannschaft, Torwart Manuel Neuer und Offensivmann Thomas Müller, teilweise in Schwaiganger verbrachten – jeweils an der Seite der Frau ihres Herzens. Ihre Partnerinnen teilen die selbe Leidenschaft: fürs Reiten, für Pferde.

Sind sie es – oder vielleicht doch nicht? Ist das möglich? Viele Zuschauer konnten kaum glauben, wen sie da am Sonntag auf dem Gelände des Haupt- und Landgestüts Schwaiganger zu erkennen glaubten. Der Fan-Eindruck, er täuschte tatsächlich nicht: Es waren Neuer und Müller, die sich ganz unprätentiös unters Publikum mischten. Jeder drückte seiner Liebsten die Daumen, als die beiden bei den Oberbayerischen Meisterschaften in der Dressur starteten: Müller seiner Frau Lisa, Neuer seiner Lebensgefährtin Nina Weiss.

„Da waren schon alle sehr überrascht“, erzählt Veronika Senckenberg, Tochter von Gestütsleiter Dr. Eberhard Senckenberg, die Zeugin der Szenerie wurde. „Das hat sich dann natürlich schnell herumgesprochen.“ Also baten Kinder in Begleitung ihrer Großeltern um Autogramme, mancher hatte ganz plötzlich ein Trikot dabei, das er von den Nationalspielern des FC Bayern München signieren ließ. Tumulte gab es nicht – alles blieb ruhig, gesittet.

Überhaupt präsentierten sich die Superstars unkompliziert, Müller gab gar den bescheidenen Helfer für seine Lisa, die als Oberbayerische Vize-Meisterin in der Dressur Silber holte. Er hielt, als sie bei der Siegerehrung aufs Podest stieg, Wallach „Stand by me“ – ein kleiner Job, den sonst gerne Turnierpfleger oder eben Angehörige übernehmen.

Müller sei „immer sehr offen und nett“, schwärmt Veronika Senckenberg. Die 34-Jährige, die in Schwaiganger aufwuchs und bei Veranstaltungen mithilft, sah auch den dreimaligen Welttorhüter Neuer mitfiebern und seinen Hund während des Wettkampfs halten. Die Tatsache, dass die zwei Bayernstars einen Teil ihrer kurzen Fußball-Auszeit in Schwaiganger verbrachten (Müller hatte sogar seine Eltern dabei), findet sie „Wahnsinn, das ist toll“.

Die Freude über den Promi-Besuch teilt ihr Vater – „sicher“, sagt Eberhard Senckenberg. Der Gestüts-Chef pflegt seit längerem Kontakt zu Lisa Müller, die bereits 2010 ihr Pferd Radcliffe in Schwaiganger erworben hat. „Man kennt sich und spricht sich auch mal an“, sagt Senckenberg. Immerhin gibt’s ein großes gemeinsames Thema zum Fachsimpeln: Pferde. Eines, zu dem nach Senckenbergs Einschätzung auch Thomas Müller Zugang besitzt.

Eher überraschend kam Neuers Stippvisite. Seine Lebensgefährtin landete in der Gesamtwertung, in die Leistungen aus drei Tagen einflossen, mit „Eliot“ auf Rang elf. Senckenberg attestiert Nina Weiss, speziell am Sonntag eine „super Nummer“, einen tollen Wettkampf abgeliefert zu haben – also genau an dem Tag, an dem Manuel Neuer zuschaute. Die Fußballstars brachten ihren Frauen augenscheinlich Glück.

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