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Hat das Hotel Klausenhof und das Restaurant Burgklause an seinen Neffen Michael Gilg und dessen Ehefrau Barbara (v. l.) verkauft: Werner Gilg (r., mit seiner Ehefrau Diane).

Hotel- und Gastgewerbe

Klausenhof: Traditionshaus bleibt in der Familie

Murnau – Der 1. Februar war für Michael und Barbara Gilg ein wichtiges Datum. An diesem Tag  übernahm das Murnauer Ehepaar, das  auch Inhaber der Gasthausbrauerei Griesbräu ist, das Hotel Klausenhof nebst dem Restaurant Burgklause am Burggraben von ihrem Onkel Werner Gilg.

Über längere Zeit war das Drei-Sterne-Superior-Haus, das über 25 Zimmer und 45 Betten verfügt, zum Preis von 2,5 Millionen Euro auf dem Immobilenmarkt angeboten worden (wir berichteten). Doch nun bleibt es in der Familie, worüber sicher nicht nur Touristiker in der Marktgemeinde erleichtert sein dürften, die eine Veräußerung an Großinvestoren von außerhalb befürchtet hatten. Über die Kaufsumme schweigen sich die Gilgs aus.

„Wir werden das Hotel und auch die Gaststätte im gleichen Sinne weiterführen wie bisher“, meint Michael Gilg, nach seinen Plänen für das Objekt befragt. Der 42-Jährige und seine Frau Barbara (38) besitzen durch ihren Betrieb am Obermarkt, der derzeit durch einen Neubau in der Petersgasse erheblich erweitert wird, jahrzehntelange Erfahrung in der Branche.

Stehen nun größere Umbauten oder gar eine Erweiterung in den beiden Häusern am Burggraben an? Gilg winkt ab: „Nein, es werden nur notwendige Renovierungen in der Burgklause wie die Erneuerung der Sitzbänke und kleinere Schönheitsreparaturen im Hotel vorgenommen. Das Haus ist in einem Top-Zustand, da braucht man fast nichts zu machen.“ 

Allerdings wird es für die Gaststätte, die bisher auch mittags betrieben wurde, ein neues Konzept geben: „Sie soll ein reines Abendrestaurant werden, das ab 16 Uhr geöffnet hat, mit Ruhetagen am Mittwoch und Donnerstag. Nur sonntags ist zusätzlich von 11.30 bis 14 Uhr geöffnet. Dafür bieten wir künftig in unserem Gasthof Griesbräu zwischen 11.30 und 14 Uhr warme Küche an“. Nicht zu verwechseln ist dieser mit der Gasthausbrauerei. Die Speisekarte in der Burgklause, die am 12. Februar wieder ihre Pforten öffnet, werde künftig „bierieger“, kündigt er an: „Natürlich spielen unsere Grisbräu-Biere eine große Rolle, kombiniert mit den dazu passenden Gerichten.“

Die Gesamtsituation der Hotellerie beurteilt Gilg durchaus hoffnungsvoll. „Dass das Hotel Ludwig am Seidlpark geschlossen wurde, hat uns sehr gut getan“, gibt er unumwunden zu, „zusammen mit dem Klausenhof, dem Griesbräu und dem Neubau in der Petersgasse werden wir künftig über 65 Zimmer mit 140 Betten verfügen und sind somit außer dem Alpenhof der größte Beherbergungsbetrieb am Ort.“ Dass der Neuerwerb für ihn und seine Frau eine große Herausforderung darstellt, ist ihm klar: „Das ist mit viel Arbeit, Fleiß, Verantwortung und Durchhaltevermögen verbunden.“ Und Barbara Gilg ergänzt: „Wir wissen, auf was wir uns einlassen.“

 Die „Burgklause“ hatte Werner Gilg (74) im Oktober 1966 als „Weinstube“ von Michael Feistl erworben. In den Jahren 1987/88 entstand auf einem benachbarten Grundstück der Klausenhof am Park, der 2000 eine neue Küche erhielt und um einen Wintergarten erweitert wurde. „Für mich ist es ein guter Zeitpunkt für einen Generationswechsel“, sagt Werner Gilg, der seinem Neffen und dessen Gattin mit Rat und tat zur Seite stehen wird. „Ich bin froh, dass ich den Betrieb in so erfahrene Hände übergeben kann, und das er in der Familie bleibt.“

Heino Herpen

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