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Set zen auf regionale Produkte: Hier ist ein Teil der „Kostbar“-Gruppe beim Fotoshooting für die Broschüre zu sehen, die Familien Sonner (Off Mühle), Mayr (Riegseer Weideochs), Westenrieder (Hofmolkerei „Zum Marx“) und Schmid (Alpakahof).

Wirtschaft

Kostbares aus der Region: Hersteller schmieden Marketing-Bündnis

Murnau - Acht Betriebe aus dem Staffelsee-Gebiet haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um vorwiegend Lebensmittel zu vermarkten. Oberstes Ziel: den Regionalgedanken stärken. 

Regionale Lebensmittel liegen im Trend – und stellen eine Art Gegenbewegung zum globalisierten Handel dar. Der Grund ihrer Beliebtheit liegt auf der Hand: Sie stehen für eine hohe Nachvollziehbarkeit und eröffnen Verbrauchern die Möglichkeit, Landwirte und Erzeuger vor Ort in den Blick zu nehmen. Das schafft Vertrauen – und die Bereitschaft, mehr zu bezahlen.

Jetzt haben sich acht Anbieter dieser Sparte aus dem Staffelsee-Gebiet und Umgebung zu einem Bündnis zusammengeschlossen, das die eigenen Produkte bewerben und den Regionalgedanken stärken soll. Das Motto lautet „kostbar“. Die Palette reicht von Ochsenfleisch und Weißbier über Gemüse und Mehl bis hin zu Pralinen und Kaffee. „Es geht um ein positives Lebensgefühl“, sagte die Murnauer Mitinitiatorin Barbara Krönner, die zusammen mit ihrer Familie das Kaffeehaus in der Fußgängerzone und eine Schokoladenmanufaktur betreibt.

 Die Idee entstand vergangenes Jahr im Sommer – bei einer Weinrunde. Schnell bildete sich die Gruppe mit acht Geschäftsleuten, die gemeinsam die Marketing-Initiative starteten und finanzieren. „Wir liegen auf der gleichen Linie“, betont Krönner. Dazu zählen die Betriebe: Gemüseanbau Garten Eden (Ohlstadt), Riegseer Weideochs/Naturlandhof Mayr (Riegsee), Kaffeehaus und Schokoladenmanufaktur Krönner (Murnau), Murnauer Kaffeerösterei (Murnau), Hofmolkerei „Zum Marx“ (Obersöchering), Brauerei Karg (Murnau), Off Mühle (Sindelsdorf) und Alpakahof (Riegsee). Die Gruppe soll weiter behutsam wachsen. „Das ist jetzt die Basis“, so Krönner im Rahmen eines Pressegesprächs, bei dem das Projekt vorgestellt wurde. Allerdings, darin sind sich die Gründungsmitglieder einig, sollen nur Firmen hinzukommen, die auch zur „Philosophie“ passen, also in der Region ansässig sind und hier produzieren, nachhaltig arbeiten, Qualität großschreiben und ihre Erzeugnisse wertschätzen. Beispielsweise, so der Tenor, würde ein Imker noch ganz gut dazupassen. Aber, auch darüber herrscht Konsens, soll innerhalb der Kooperation keine Konkurrenzsituation entstehen.

Und was wird jetzt alles unternommen? Die Gemeinschaft hat bereits eine Werbebroschüre in hoher Auflage erstellt, in der sich die Familienbetriebe in Wort und Bild präsentieren. Die Hefte liegen in Geschäften und Tourismus-Stellen aus und werden auf Messen verteilt, etwa auf der Münchner Freizeitmesse „free“. Außerdem empfehlen sich die Unternehmer bei ihren Kunden gegenseitig und beliefern sich auch untereinander. Zum Beispiel bezieht der Riegseer Landwirt Georg Mayr den Getreideschrot für seine Tiere bei der Sindelsdorfer Off Mühle – und nicht bei einem Großhändler. An weiteren Ideen mangelt es nicht: Die Regionalvermarkter denken daran, sich bei Tagen der offenen Tür gemeinsam vorzustellen oder mit einem Stand bei den Murnauer Märkten vertreten zu sein. „Wir wollen das Ganze dem Kunden schmackhaft machen“, sagt Murnaus Kaffeeröster Thomas Eckel.

Andreas Seiler

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