Ganz andere Perspektiven fürs Leben können sich den Teilnehmern an Vhs-Kursen bieten. Mitarbeiterin Christiane Bornstedt (h.v.l.), Leiter Heinfried Barton, Mitarbeiterin Christina Hornsteiner, Erster Vorsitzender Dr. Michael Rapp und Mitarbeiterin Petra Tagsold präsentieren das bunte Frühjahrs- und Sommerprogramm. Foto: Kolb

Ein Mann aus der Region für die Region

Murnau - „Bildung färbt ab“ heißt das neue Programm der Volkshochschule Murnau. Von diesem Slogan überzeugt ist auch der neue Leiter der Einrichtung, Heinfried Barton. Abgefärbt hat auf ihn jetzt schon die Energie, mit der sein Team die Kurse zusammengestellt hat.

Es war ein ungewöhnlicher Einstand. Nur zwei Wochen nach Arbeitsantritt hatte Heinfried Barton schon das neue Frühjahrs- und Sommerprogramm vorzustellen. Einbringen konnte sich der Sozialpädagoge an der Zusammenstellung noch nicht so recht, das haben seine Vorgängerin Sabine Sautter und die guten Seelen der Vhs, Petra Tagsold, Christina Hornsteiner und Christiane Bornstedt bewältigt. Aber der 40-Jährige ist voller Tatendrang, zumal er sich in seiner vorangegangenen Stelle am Landratsamt Bad Tölz/Wolfratshausen schon um Kursangebote für Kinder-, Jugendliche und Familien gekümmert hatte. „Jetzt muss ich mich aber erst einmal mit den Geschäftsführungsaufgaben hier in der Vhs vertraut machen“, meint der Riedhauser, „und dann in Ruhe weiterschauen.“

Barton ist in Murnau beziehungsweise Riedhausen aufgewachsen und so manchem durch sein Engagement beispielsweise im Verein Menschen helfen bekannt. „Ein Mann aus der Region für die Region. Das war und ist mir wichtig“, betonte der Erste Vorsitzende der Vhs, Bürgermeister Dr. Michael Rapp bei der offiziellen Amtseinführung Bartons und der Vorstellung des neuen Programms am Mittwoch in der Vhs-Geschäftsstelle an der Seidlstraße. Dies sei einer der Gründe gewesen, dass man sich für Barton entschieden habe, auch wenn es eine Reihe an Bewerbungen, zum Teil aus Vhs-Kreisen, gegeben habe.

Ein Riedhauser also. Kein Wunder, dass sich Barton gleich nach seinem Antritt am 2. Januar in eines der heuer wichtigsten Projekte der Vhs eingebracht hat, nämlich das Ausstellungsprojekt „Menschen im Kemmelpark“, das bei einer Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 23. Januar, um 17 Uhr im Erlhaus vorgestellt wird (Bericht folgt). In dessen Rahmen sollen bis zum Sommer die Bewohner desKemmelparks vorgestellt werden, per Interview, per Fotos, per Ausstellung. Überhaupt sind es Menschen, die Barton am Herzen liegen. Vorstellen kann er sich unter seiner Vhs-Regie eventuell auch neue Angebote im Eltern- und Familienbereich: „Das aber immer gemeinsam mit anderen, bestehenden Einrichtungen.“

Das Programm attraktiv und Up to date zu halten, muss ohnehin das Hauptaugenmerk einer Bildungseinrichtung dieser Art sein. „Schließlich wird ein Großteil der Kosten über die Gebühren der Teilnehmer, deren Zahl sich gut entwickelt und sogar leicht steigt, gedeckt“, erklärt Rapp. 220 Veranstaltungen, verteilt auf 95 Dozenten, werden angeboten. Auch diese Zahl halte sich konstant.

Im Bereich „Sprachen“ sind die Englisch-Kurse „Smalltalk“, „Business Correspondance“ und „Business Telephoning“ neu, letztere werden eigens für die arbeitende Bevölkerung am Wochenende abgehalten. „Burnout - Erkennen, verstehen, vorbeugen“ heißt das neue Angebot in der Sparte Gesundheit. Hier wird es auch erstmals einen Slackline-Kurs für die jüngere Generation geben. Im Bereich „Beruf & EDV“ ist der Kurs „Ebooks - Bücher in neuem Gewand“ aufgenommen, für Senioren gibt es Angebote, die sich speziell mit dem Umgang mit der Maus, der Tastatur und dem Betriebssystem Windows 7 befassen. Aber auch wie man Smartphones bedient und Datenchaos beseitigt, kann erlernt werden. Spannend im Bereich Gesellschaft/Leben ist der „Pfeil- und Bogenbau“, die selbstgebauten Bögen können gleich zur ebenfalls angebotenen Schatzsuche am Riegsee mitgenommen werden. Wie man besser kommuniziert, wird im Kurs „Mein Standpunkt“ vermittelt. (sp)

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