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Liegt ein gutes Stück von der Haltestelle an der Kohlgruber Straße entfernt: das BRK-Seniorenwohnen Ruhesitz Staffelsee am Garhöll in Murnau.

Staffelsee-Buslinie 9621

Haltestellen: Vergesst die Senioren nicht

Murnau - Der Heimbeirat des BRK-Seniorenwohnen Ruhesitz Staffelsee kämpft für eine Staffelseebus-Haltestelle am Garhöll. Der Antrag wird momentan geprüft.

Die neue Staffelsee-Buslinie wird gut angenommen. Sie würde aber eine noch bessere Resonanz erfahren, wenn die Bewohner des BRK-Seniorenwohnen in Murnau direkt am Heim einsteigen könnten und nicht, wie bisher, mühsam zur Haltestelle an der Kohlgruber Straße gehen müssten. Ein entsprechender Antrag des Heimbeirats wird derzeit geprüft. 

Für viele, oft gehbehinderte ältere Menschen ist die Strecke vom BRK-Seniorenwohnen Ruhesitz Staffelsee am Garhöll bis zur Haltestelle des Busses an der Kohlgruber Straße nur mühsam zu bewältigen, erklärt Elisabeth Schwaller vom Heimbeirat. Deshalb seien viele von ihnen trotz der neuen Staffelsee-Buslinie 9621 nach wie vor auf Taxis angewiesen – und das sei teuer. 

Aus diesem Grunde hat der Heimbeirat des Seniorenwohnen Ruhesitz Staffelsee vor der jüngsten Kreisausschusssitzung am 21. April ein Schreiben beim Landratsamt eingereicht, mit der Bitte, folgende Idee in die Fahrpläne ab Herbst mit einzuarbeiten: Der kleine Bus solle von der Kohlgruber Straße aus ein paar Mal pro Tag direkt ans Gebäude des Seniorenruhesitzes am Garhöll, also eine kleine Zusatzschleife, fahren, damit die Bewohner direkt einsteigen, und so nicht nur leichter nach Murnau, sondern auch leichter an den Staffelsee gelangen könnten. „Das ist für die Menschen wichtig, sich am See erholen, dort spazierengehen zu können. Zumal der Schrägaufzug zu den Ruhesitz-Gebäuden am See vor kurzem eingestellt worden ist“, sagt Schwaller. Außerdem würde eine direkte Anbindung des Heimes an die Buslinie die Lebensqualität der Bewohner erhöhen, man sei trotz abgelegener Wohnlage nicht ausgegrenzt. Dies sollte auch im Sinne des Marktes Murnau sein, gibt Schwaller aus dem Schreiben wieder. 

Die Busverbindung von Grafenaschau über Seehausen nach Murnau stelle eine enorme Bereicherung im öffentlichen Nahverkehr dar, steht in dem Schreiben außerdem zu lesen. Eine ausreichende Auslastung sei wichtig, eine Steigerung der Nutzung werde für die Zukunft erwartet. Dieses Ziel könne auch durch einen zusätzlichen Halt des kleinen Busses direkt am Garhöll erreicht werden. Damit würde das Fahrgastaufkommen mit Sicherheit steigen. „Vergessen Sie bitte die Senioren nicht“, lautet deshalb der Appell ans Landratsamt. Zumal die Anbindung in Augen des Heimbeirats kein Problem sein dürfte. „Bitte überdenken Sie zum Wohle der Senioren das Haltestellenangebot und lassen sie einen direkten Halt in ihre Entscheidung mit einfließen. Unsere Bewohner danken es Ihnen mit regem Zuspruch des Linienangebotes als treue Fahrgäste.“ 

Wie das Landratsamt auf Anfrage des Murnauer Tagblatts erklärt, sei in einem Gespräch Ende April vereinbart worden, dass der Seniorenbeirat Murnau bei der Heimleitung weitere Informationen einholen solle, damit der RVO konkret prüfen könne, ob ein zusätzlicher Halt möglich sei. Sobald ein abschließendes Prüfungsergebnis vorliege, werde auch der Heimbeirat eine Antwort auf sein Schreiben erhalten. Rein theoretisch sei es schon möglich, einen zusätzlichen Halt am Heim einzurichten. Dies könnte aber zu erhöhten Kosten fürs Betreiben der Linie, zu Zeitverzug und gegebenenfalls zu Problemen bei den Anschlüssen im Zugverkehr führen. Wie Rainer Paschen vom Seniorenbeirat bestätigt, sei man zusammen mit der Heimleitung gerade dabei, geeignete Zeiten für einen direkten Halt vor dem Seniorenheim zusammenzustellen.

Michaela Sperer

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