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Mit Feuereifer bereiten sich die Schüler in einzelnen Gruppen auf ihren Arbeitseinsatz nach den Osterferien vor – und hoffen, dass sich viele Murnauer melden werden.

Projekt basiert auf Wettbewerb "Jugend engagiert sich"

Schüler gehen Hilfsbedürftigen zur Hand

Murnau - Es ist ein Projekt, das sie im Rahmen des Unterrichts zu absolvieren haben. Aber dass die Schüler der Ganztagesklasse 7b der Christoph-Probst-Mittelschule damit viel mehr leisten als reine Pflichterfüllung, ist jetzt schon sicher.

Rasenmähen, Umgraben, Blumentöpfe nach dem Winter rausstellen, Einkäufe erledigen, Glühbirnen auswechseln oder Holz aufschichten – den einen geht’s leicht von der Hand, andere wiederum tun sich mit solchen Arbeiten, aus welchen Gründen auch immer, schwer. In einer Art sozialem Nachbarschaftshilfe-Projekt werden die neun Buben und sieben Mädchen der Ganztagesklasse 7b der Christoph-Probst-Mittelschule älteren, kranken oder alleinstehenden Menschen in Murnau hilfreich zur Seite stehen und für diese diverse Handgriffe erledigen. „Dieses Miteinander sowie die Projektplanung leisten einen wertvollen Beitrag für die persönliche Entwicklung der Schüler. Es werden dabei Personal-, Sozial- und Fachkompetenzen geschult, was auch sehr sinnvoll für die spätere Arbeitswelt ist“, erklärt Klassenlehrerin Katharina Ludwig. Die Hilfestellungen werden in der Zeit von 4. April bis 13. Mai an Montag- beziehungsweise Donnerstagnachmittagen angeboten. Alle, die sich eine solche Unterstützung seitens 12- bis 13-Jähriger vorstellen können, sollen sich unter der Telefonnummer 0 88 41/48 82 72 melden.

Die Idee zu diesem Projekt basiert auf einem Wettbewerb, den der Kiwanis-Club für Schulen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ausgerufen hat. Dieser konzentriert sich unter dem Titel „Jugend engagiert sich!“ heuer schwerpunktmäßig auf Mittelschulen, da diese in ihrem Lehrplan der Bedeutung des sozialen Lernens für die persönliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen einen besonderen Stellenwert einräumen. Ziel des Projektes ist es, Schüler für soziales Engagement zu begeistern und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des humanitären Grundsteins „Soziale Verantwortung“ zu legen. Das Projekt soll die Kreativität in Bezug auf soziales Engagement fördern und zeigen, dass man dadurch Freude, Selbstbestätigung und Wertschätzung erfahren kann.

Die Murnauer Schüler von Katharina Ludwig jedenfalls bereiten sich bereits seit November mit Feuereifer auf ihren großen Einsatz zwischen den Oster- und den Pfingstferien vor. Denn die Anforderungen von Kiwanis an die Projektteilnehmer sind nicht ohne. Da müssen Formulare ausgefüllt, Termine eingehalten und ganze Arbeitspakete, wie zum Beispiel „Schriftwesen“, „Organisation“ oder „Transport“, erfüllt werden. Da heißt es, Grob- und Feinplanung zu betreiben, Terminvergaben zu organisieren, das eigentliche Projekt dann zu schultern und danach Rückblende zu halten. Vor ihrem großen Einsatz müssen die Mädchen und Buben sich außerdem auch noch Benimmregeln unterziehen.

Schön, wenn ein solches Projekt wie das Murnauer dann Schule machen könnte. Denn Katharina Ludwig weiß zum Beispiel auch in ihrem Heimatdorf in Niederbayern von solchen Nachbarschaftshilfen und wie dankbar diese von hilfsbedürftigen Menschen angenommen werden.

Michaela Sperer

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