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Im Anflug: Ein Helikopter des Tpys H 135.

Jährliche Übungen angedacht

Piloten trainieren für Gebirgseinsatz

Ohlstadt - Noch so ein Effekt des G7-Gipfels: Die Fliegergruppe der Bundespolizei kommt am 22. und 25. Juli nach Ohlstadt, um für einen Gebirgseinsatz zu trainieren. 

Die Fliegergruppe der Bundespolizei kehrt nach Ohlstadt-Pömetsried zurück. Am Freitag, 22. Juli, sowie am Montag, 25. Juli, sind Piloten und Techniker vor Ort, um für den Gebirgseinsatz zu trainieren.

Zum Hintergrund: Im Rahmen des G7-Gipfels in Elmau waren Hubschrauber der Bundespolizei in Pömetsried stationiert. Offensichtlich scheint es den Kräften gefallen zu haben. Denn schon bald nach dem Treffen der Regierungschefs wurde bekannt, dass die Bundespolizei die Start- und Landebahn der Sportfliegergruppe Werdenfels gerne zu Übungszwecken verwenden würde.

Der Gemeinderat befasste sich im Oktober damit. Kritik kam nur von der NLO. Nun steht also die Rückkehr der Hubschrauber bevor. Bis zu zehn Stück sollen es werden, wie Klaus Claaßen darlegt, Sprecher der Bundespolizei-Fliegergruppe. Im Schlepptau: 23 Piloten und knapp 40 Personen Fachpersonal.

Auf wie viele Flugbewegungen sich die Bürger an den beiden Tagen einstellen können, vermochte Claaßen auf Nachfrage nicht zu sagen. In der Luft unterwegs seien die Helikopter am 22. Juli zwischen 9 und 15 Uhr und am 25. Juli zwischen 9 und 17 Uhr. „Wenn schlechtes Wetter ist, können wir gar nicht fliegen“, erklärt der Sprecher. Die Bundespolizei bittet um Verständnis, dass es „durch diese unabdingbare Ausbildungsmaßnahme“ zeitweise zu Beeinträchtigungen durch Lärm kommen könne.

Die Bundespolizei-Fliegergruppe ist zwischen 18. bis 28. Juli bei der Bundespolizei-Fliegerstaffel in Oberschleißheim zu Gast. Von dort aus starten die Besatzungen in die Alpenregion. Neben Pömetsried steuern die Piloten und Techniker dabei auch die Außenstützpunkte Justizvollzugsanstalt Bernauer Moor und das Segelfluggelände Füssen an.

Die Einsatzmöglichkeiten von Hubschraubern der Bundespolizei seien vielfältig, sagt Claaßen. „Sie dienen der Rettung von Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen, etwa im Gebirge.“ Mit ihrer Hilfe ließen sich auch Waldbrände aus der Luft wirkungsvoll bekämpfen. Die Piloten und Flugtechniker der Bundespolizei seien zudem in den Rettungshubschraubern Christoph 14 (Traunstein) und Christoph 17 (Kempten) eingesetzt.

Der bevorstehende Lehrgang ist nach Claaßens Angaben erforderlich, „um die Hubschrauberbesatzungen für das Fliegen im Gebirge zu trainieren, da der Alpenraum besondere Ansprüche an das fliegerische Können darstellt. Felswände und Steilhänge, höhenbedingte Temperaturunterschiede oder spezifische Auf- und Abwinde sind Bedingungen, auf die die Besatzungen vorbereitet und trainiert sein müssen.“ Es sei angedacht, künftig jährlich von Pömetsried aus zu üben, sagt der Sprecher.

Ob es so weit kommt, wird man sehen. Vizebürgermeister Franz Gaisreiter (CSU) kann sich jährliche Trainings- flüge vorstellen – „wenn die Lärmbelästigung im Rahmen des Erträglichen ist“. Von einer etwaigen Partnerschaft zwischen den Bundespolizei-Fliegern und der Gemeinde Ohlstadt war auch bereits die Rede.

Ein oder zwei Hubschrauber können die Besucher des Flugplatzfestes bestaunen, dass am Wochenende 23./24. Juli in Pömetsried stattfindet. „Das wird für beide Seiten positiv“, glaubt Mathias Briesenick, Sprecher der Sportfliegergruppe Werdenfels. Also für den Verein und die Bundespolizei.

Roland Lory

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