Hubert Mangoldwill im Januar die weitere Marschrichtung festlegen.

Projekt "Dorfladen" in den Startlöchern

Grafenaschau - Die Verwirklichung des Dorfladens in Grafenaschau steht in den Startlöchern. Bereits am 7. Januar will sich Bürgermeister Hubert Mangold zusammen mit dem Gemeinderat und an dem Projekt Interessierten im Rathaus treffen, um die weitere Marschrichtung festzulegen.

Wie berichtet, plant die Kommune die Errichtung einer solchen Einrichtung auf gemeindeeigenem Gelände, die Kosten dafür sollen zwischen 200 000 und 300 000 Euro liegen.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung gab Mangold die Auswertung einer Umfrage bekannt, bei der 225 Fragebögen an die Haushalte der Gemeinde Schwaigen verschickt worden waren. Die Ergebnisse geben Anlass für Optimismus: So wurden 95 Bögen ausgefüllt abgegeben, 48 Personen sicherten ihre Mitwirkung beim Ausbau des Ladens zu, und 22 würden entgeltlich bei laufendem Betrieb mitarbeiten. Überdies hatten 120 Personen zugesagt, 224 Anteile zu jeweils 250 Euro zu zeichnen, was einer Summe von 56 000 Euro entspricht. „Auch Murnauer und Ohlstadter haben angefragt, ob sie sich am Dorfladen beteiligen können“, freute sich Mangold.

Zunächst schwebt ihm die Gründung eines Lenkungsausschusses und dreier Arbeitskreise vor, die sich unter anderem um die Errichtung des Gebäudes und die Inneneinrichtung, die Produktpalette, Personal und Marketing kümmern sollen. „Betreiben sollten den Laden die Bürger in Form einer Genossenschaft“, erklärte Mangold weiter.

„Die Gemeinde sollte ein Mitspracherecht behalten, und nicht alles aus der Hand geben“ befand Georg Fischer (GfG).“ Mangold konnte ihn beruhigen: So sollten im Lenkungsausschuss zumindest der erste oder der zweite Bürgermeister vertreten sein, und in den Ausschüssen jeweils mindestens ein Gemeinderat: „Damit das Ganze einvernehmlich läuft.“

Dieser Tage träfe er sich mit Leader-Managern vom europäischen Förderprogramm, sagte der Rathauschef, um die Möglichkeiten eines Zuschusses von dieser Seite auszuloten. Dies könnten bis zu 40 Prozent für die Errichtung des Gebäudes sein: „Das würde uns einen großen Schritt voranbringen.“

Als Beispiel für gut funktionierende Dorfläden führte Mangold jenen in Habach ins Feld: „Dort haben sie für die Finanzierung sogar Geld aufgenommen. Der Laden läuft sehr gut.“ Etwas zurückhaltend äußerte sich Marianne Lutz (LOS): „In der Theorie hört sich das alles gut an. Ich frage mich, ob das in der Praxis auch so gut läuft. Der Betrieb steht und fällt mit der Leitung der Genossenschaft.“ Mangold konnte das nur bestätigen: „Darum setzen wir uns ja am 7. Januar zusammen, um gute Leute zu finden.“ (Herpen)

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