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Soll attraktiver werden: der Bereich am Kultur- und Tagungszentrum.

Weitere Varianten sollen vorgelegt werden

Schönheitskur für KTM-Areal

Murnau - Es tut sich was in Sachen Ortsentwicklung: Ein Stadtplaner stellte nun Details für die Neugestaltung den Bereich am Murnauer Kultur- und Tagungszentrum vor.

Der Spatenstich zur Neugestaltung der Murnauer Bahnhofstraße erfolgte im Oktober, vorbereitende Maßnahmen schlossen sich an. So richtig los gehen wird das Projekt allerdings erst im Frühjahr. Im Bauausschuss stellte Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Professor Ludwig Schegk vor, welche Materialien im ersten Bauabschnitt verwendet werden sollen. Das sorgte für Diskussionen. Das erste Gebiet, das umgestaltet wird, ist das Areal am Kultur- und Tagungszentrum (KTM), an der Kohlgruber Straße sowie ein Abschnitt der Bahnhofstraße.

Die Marschroute ist klar: Die Gegend soll ein freundlicheres Gesicht bekommen. Für einen Teil der Bahnhofstraße ist geplant, ein grau-gelbes Natursteinpflaster zu verlegen. Die Stufen vor dem KTM kommen weg, es soll ein gleichmäßiges Gefälle entstehen. Sitzbänke, neue Straßenlampen und Bäume, ein Brunnen und manches mehr sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. „Wir wollen aus der Kohlgruber Straße den Straßencharakter herausnehmen,“ sagte Schegk. Eines der vorrangigen Ziele, die die Marktgemeinde verfolgt, ist die Verzahnung mit dem Kulturpark. Die Räte debattierten über Beläge, Treppen, Mauern, Radlständer, die Beleuchtung – und auch übers Geld. Im Speziellen über die Ausgaben für die Pflasterung an der Bahnhofstraße.

„Das muss finanziell tragbar sein“, betonte Regina Samm (CSU). „Wir können nicht alles vergolden.“ Laut Schegk ist die Pflasterung „deutlich teurer“ als Asphalt. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) sagte, dass für eine Asphaltierung des Bereichs keine Fördermittel flössen, für eine Pflasterung schon. Generell erachtete es der Rathauschef als wichtig, eine Fläche zu schaffen, die einen städtebaulichen Bezug zur Marktstraße und dem Kurpark herstellt. Schegk warnte, eine Asphaltbahn sei „eine Einladung zum Schnellfahren“.

Samm sorgte sich darüber hinaus um die Lärm-Entwicklung. Beim Übergang von Asphalt auf Pflaster ändere sich der Schall „dramatisch“. Beuting erklärte dazu, dass das Rollgeräusch an der Bahnhofstraße „deutlich geringer“ sein werde als im Markt. Eine Anregung hatte Ratsmitglied Johann Scherrer (CSU): Er schlug vor, die E-Bike-Ladestation von der Lederergasse ans KTM zu verlegen.

Schegk und sein Team waren im Vorfeld offenbar gut beschäftigt: Der Landschaftsarchitekt aus Haimhausen berichtete von „intensiven Gesprächen“. Zum Beispiel gab es einen Termin mit dem Blinden- und Sehbehindertenbund. Der Ausschuss beschloss, dass der Planer noch verschiedene Varianten vorlegen soll, was die Gestaltung des Bereichs vor dem Postgebäude betrifft. Damit will sich das Gremium dann im Februar befassen.

Roland Lory

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