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Nicht genehmigt: Für die rund 22 mal 10 Meter große Halle fehlt das behördliche Plazet.

Fachleute prüfen Brandschutz

Schwarzbau: Eingequetscht zwischen zwei Gebäuden

Murnau - Immer wieder kommt es vor, dass Schwarzbauten entdeckt werden. Im Fall einer Halle in Murnau ist noch unklar, wie es weitergeht. Fachleute sind damit beschäftigt, den Brandschutz zu prüfen.

Kann der Schwarzbau am Murnauer Längenfeldweg stehen bleiben? Oder muss ihn der Eigentümer wieder entfernen? Diese Fragen sind nach wie vor nicht geklärt. 

Marktbaumeister Klaus Tworek konnte es im Frühjahr 2014 kaum fassen, was er da sah. „Aus ortsplanerischer Sicht ist das ein Wahnsinn. Ich kann es nicht anders sagen.“ Dieses harsche Urteil fällte er damals im Bauausschuss. 2014 kam heraus, dass eine Murnauer Firma am Längenfeldweg eine Halle ohne Genehmigung errichtet hatte. 

Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen hatte den Schwarzbau bereits 2012 registriert. Die Kreisbehörde verbot dem Unternehmer umgehend, das Gebäude weiter zu nutzen. Vor rund zwei Jahren reichte der Eigentümer dann bei der Marktgemeinde einen Vorbescheidsantrag ein, um zu klären, ob die rund 22 mal 10 Meter große Halle grundsätzlich genehmigungsfähig ist. Der Bauausschuss war einstimmig der Meinung, dass dem nicht so sei. Denn die Halle ist zwischen zwei bestehenden Gebäuden eingequetscht. Es mangelte am Brandschutz. 

Heute, zwei Jahre später, steht die Halle noch immer. „Ob das Gebäude nachträglich genehmigt werden kann oder beseitigt werden muss und gegebenenfalls bis zu welchem Zeitpunkt, lässt sich noch nicht beurteilen“, teilt Franziska Klein von der Pressestelle des Landratsamts mit. An der Klärung wesentlicher Fragen (wie zum Beispiel Brandschutz und Abstandsflächen) arbeiten ihr zufolge einerseits der für die erforderliche Eingabeplanung verantwortliche Architekt und andererseits der verantwortliche Brandschutzplaner. 

Und was sagt der Eigentümer? Er hüllt sich in Schweigen, will keine Auskunft geben. Daher bleibt weiter unklar, was ihn dazu bewog, die Halle ohne das Plazet der Behörden zu errichten. Auch, was der Unternehmer zu tun gedenkt, wenn die Kreisbehörde ihre Zustimmung verweigert, ist offen.

Roland Lory

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