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Wird als möglicher Standort für ein Hallenbad gehandelt: die alte Turnhalle an der Mittelschule Murnau. 

Murnauer Kommunalpolitik 

Schwimmbad: Junge Union schlägt Bürgerentscheid vor

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Murnau - Braucht Murnau ein Hallenbad? Und – wenn ja – könnte sich die Marktgemeinde solch eine Sportstätte mit allen Folgekosten überhaupt leisten? Diese Fragen werden derzeit im Ort kontrovers diskutiert. Jetzt mischt sich in die Debatte auch die Junge Union (JU), die Nachwuchsorganisation der CSU, ein. Ihr Vorschlag: Der Förderverein, der sich für den Bau dieser Einrichtung vornehmlich für den Schulschwimmunterricht stark macht, und Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) sollten gemeinsam einen Bürgerentscheid organisieren.

Für Florian Lempert – der Seehauser ist JU-Kreisvorsitzender und Vize-Chef des Murnauer JU-Ortsverbandes – ist die Sache klar: „Die wichtige Frage ist: Was wollen die Murnauer Bürger.“ Sie müssten letztlich die Kosten tragen. Also sollte man sie auch abstimmen lassen.

Die JU selbst will sich in der Sache noch nicht eindeutig positionieren. Erst müssten, so der Tenor, „klare Fakten“ auf den Tisch. „Manche Argumente sprechen für ein solches Bad, mindestens genauso viele allerdings auch dagegen. Was allerdings die Grundlage einer jeden Beurteilung dieses Vorschlages ist, sind reine Spekulationen und waghalsige Schätzungen“, schreibt der Murnauer JU-Ortsverband in einer Pressemitteilung. Die derzeitige Diskussion empfinden die christsozialen Jungpolitiker als teilweise „populistisch“. Der besagte Förderverein und der Rathauschef seien gefordert, „eine Klärung der Sachlage und konkrete Vorschläge und Zahlen zu diesem Projekt zu erarbeiten“. Die JU hätte gerne einen realistischen Vorschlag, wo solch ein Schwimmbad entstehen könnte, wie es genutzt und finanziert werden soll.

Die Befürworter verweisen gerne auf die Lehrpläne, in denen ein Schwimmunterricht gefordert werde. Dazu sagt die JU: „Wenn man nun Murnaus Schulklassen gleichberechtigten Zugang zu diesem Bad gewähren möchte, kann man von einer ganztägigen Nutzung ausgehen. Somit ist der Zugang für medizinische Zwecke, Reha-Sport und die allgemeine Murnauer Bevölkerung nahezu ausgeschlossen.“

Von dem Argument mit dem Schwimmunterricht ist Lempert nicht so recht überzeugt. „Das ist Wunschdenken der Eltern“, meint er. Er habe den Eindruck, dass der Schwimmunterricht eher als langweilig empfunden werde und viele Schüler keine große Lust darauf hätten.

Eine erste Kostenschätzung für ein Schulschwimmbad hat die Marktgemeinde mit Verweis auf eine noch nicht veröffentlichte Machbarkeitsstudie bereits genannt: zehn Millionen Euro (inklusive Grunderwerb). Der Förderverein hält diese Kalkulation für deutlich überzogen. Sollte tatsächlich eine Investition in dieser Größenordnung anstehen, sagt Lempert, werde sich die JU eher gegen das Projekt aussprechen. Denn damit würde man die Handlungsspielräume und die künftige Entwicklung des Ortes spürbar einschränken.

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