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„Aus der Region für die Region“: Dieses Motto nimmt das Unternehmen Feneberg für sich in Anspruch. Unser Bild zeigt die Murnauer Filiale am Burggraben.

Fertigstellung frühestens 2017

Supermarkt-Entscheidung gefallen -Feneberg macht das Rennen

Ohlstadt - Geplanter Einkaufsmarkt am Josefplatz: Ohlstadts Gemeinderäte haben sich entscheiden, welche Firma im geplanten Supermarkt einziehen soll. Es wird das Unternehmen aus dem Allgäu sein.

 Die Würfel sind gefallen: Der Ohlstädter Gemeinderat hat in nicht öffentlicher Sitzung entschieden, dass in den geplanten Supermarkt am Josefplatz die Firma Feneberg einziehen soll. Das Unternehmen, das in Kempten seinen Sitz hat, betreibt im Landkreis bis dato Märkte in Murnau und Garmisch-Partenkirchen.

Nach dem Bürgerentscheid hatte ein Gutachter herausgearbeitet, dass ein Einkaufsmarkt bis zu einer Größe von rund 800 Quadratmetern Verkaufsfläche als städtebaulich verträglich sei. Zu den Verhandlungen lud die Kommune dann Rewe, Edeka und Feneberg ein. Rewe nahm dann aber nicht an den Gesprächen teil. Denn die Firma wollte in Ohlstadt einen Markt mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche zuzüglich 450 Quadratmeter Getränkemarkt realisieren. Das war zu groß.

Repräsentanten von Edeka und Feneberg (Geschäftsführer Christof Feneberg) stellten den Räten dann die jeweiligen Einzelhandelskonzepte vor. Mit deutlicher Mehrheit sprach sich das Gremium anschließend für eine weitere Zusammenarbeit mit der Firma Feneberg aus. Wegen des „schlüssigeren und passenderen Gesamtkonzeptes“, wie Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) in den aktuellen „Informationen aus dem Rathaus“ darlegt.

Bemerkenswert: Feneberg will lediglich eine Verkaufsfläche von 600 Quadratmetern realisieren zuzüglich 300 Quadratmeter Nebenräumen (Lagerflächen und Sozialräume). Für die Firma sei „nur diese Größe wirtschaftlich darstellbar“, sagt Scheuerer dem Tagblatt. Von Feneberg war am Dienstag keine Stellungnahme erhältlich. 60 Stellplätze sollen jedenfalls den Kunden in Ohlstadt zur Verfügung stehen.

Feneberg ist ein familiengeführtes Unternehmen, das derzeit 75 Lebensmittelmärkte betreibt, vor allem im Allgäu. „Aus der Region für die Region“ lautet das Motto. „So ist das Unternehmen nicht nur an vielen Orten in der Region präsent, es setzt sich auch stark für regionale Lebensmittel ein“, heißt es in einer Eigenwerbung.

Als Investor des Projekts am Josefplatz tritt die Konzeptbau GmbH aus Kaufbeuren in Aktion. Die nötigen Flächen hat sie sich bereits gesichert. Sobald der Mietvertrag zwischen Feneberg und der Konzeptbau sowie ein städtebaulicher Kontrakt zwischen der Konzeptbau und der Gemeinde geschlossen sind, wird mit der Bauleitplanung begonnen. Der Flächennutzungsplan muss geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. „Mit einer Fertigstellung des Marktes kann jedoch frühestens 2017 gerechnet werden“, schreibt der Rathauschef im Infoblatt. Der Mietvertrag soll über 15 Jahre laufen.

Interessant für die Mitglieder örtlicher Vereine: Es fließen aus allen Einkäufen, die sie in der Feneberg-Filiale tätigen (und dies auf dem Kassenbons bestätigen lassen), am Jahresende drei Prozent der Kaufsumme als Spende wieder an den jeweiligen Verein zurück.

Unterdessen hält Christoph Angelmahr an seinen Schließungsplänen fest. „Wenn der Supermarkt aufmacht, machen wir zu. Das bleibt dabei. Das ist für uns dann nicht mehr rentabel.“ Angelmahr betreibt mit seiner Frau im Zentrum des Heimgartenorts einen Lebensmittelladen und beschäftigt zwei Angestellte.

 

Roland Lory

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