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Schnelle Hilfe: Mit dem ADAC-Hubschrauber wird der gestürzte Senior in die Unfallklinik geflogen.

Vermissten Senior wieder gefunden

Großangelegte Suchaktion in Eschenlohe

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Eschenlohe – Ein vermisster Senior hat am Montag in Eschenlohe eine großangelegte Suchaktion verursacht. Glücklicherweise konnte der stark demente und orientierungslose Mann vor Einbruch der Dunkelheit im Bereich der Archtalschlucht gefunden werden.

Allerdings hatte er sich bei einem schweren Sturz am Kopf verletzt. Er wurde mit dem ADAC-Hubschrauber in die Murnauer Unfallklinik gebracht. Der 79-Jährige aus Oberau war in der Eschenloher Tagesstätte für Senioren untergebracht.

Laut Polizeibericht verließ er unbemerkt die Einrichtung. Gegen 16 Uhr meldete das Personal ihn als vermisst. Kräfte der Polizeiinspektionen Garmisch-Partenkirchen und Murnau, der Operativen Ergänzungsdienste und Hundeführer suchten zunächst erfolglos die Umgebung ab. Sogar ein Hubschrauber war im Einsatz. „Eine Bürgerin aus Eschenlohe gab schlussendlich den entscheidenden Hinweis, dass sie den Mann in der Nähe des Sportplatzes gesehen habe“, berichtet Murnaus Polizeichef Joachim Loy. Es wurden weitere Helfer alarmiert. Die Rettungshundestaffeln aus Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Peißenberg sowie eine Unterstützungsgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes fuhren zwar nach Eschenlohe. Sie mussten sich jedoch nicht mehr an der Suche beteiligen. Mitglieder der Feuerwehr Eschenlohe, die mit 21 Mann vor Ort war, hatten nämlich um 20.17 Uhr den älteren Herrn mithilfe einer Wärmebildkamera ausfindig gemacht. Er war etwa drei Meter gestürzt und hatte sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen. Laut Loy war er aber ansonsten stabil und ansprechbar. Der Polizeihauptkommissar zieht eine positive Bilanz des Einsatzes: „Das Zusammenspiel der verschiedenen Organisationen klappte reibungslos.“

Noch keine neuen Erkenntnisse gibt es indessen im Vermisstenfall Roland Mendl. Von dem 61-jährigen Garmisch-Partenkirchner fehlt nach wie vor jede Spur. Er hatte am Montag vor einer Woche sein Wohnhaus verlassen. Wohin er mit seinem Fahrrad gestartet ist, ist völlig unklar. Die Kriminalpolizei in Garmisch-Partenkirchen (Telefon 0 88 21/91 70) hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

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