Bundestag beschließt Pkw-Maut

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Platzt aus allen Nähten: die Murnauer Feuerwehr am Viehmarktplatz. Hier ist links das alte Gerätehaus zu sehen – und rechts das Domizil der Gemeindewerke.

Altes Gerätehaus platzt aus allen Nähten

Neues Domizil für die Murnauer Feuerwehr 

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Murnau – Eine neue Feuerwache zählt zu den millionenteuren Aufgaben, die der Markt Murnau nächstes Jahr anpacken will. Für den Kommandanten der rund 100 Mann starken Freiwilligentruppe, Florian Krammer, steht fest: „Es besteht Handlungsbedarf.“

Sein Favorit ist klar: ein Neubau am bestehenden Standort am Viehmarktplatz. Denn: „Dieser liegt einsatztechnisch ideal.“ Viele Mitglieder wohnten in der Umgebung und könnten im Ernstfall schnell vor Ort sein.

Dass die Feuerwehr ein neues Domizil braucht, ist seit Jahren bekannt. Das jetzige Gerätehaus wurde 1980 gebaut – und platzt aus allen Nähten. Das Raumangebot entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Allein die Stellplätze für die insgesamt elf Fahrzeuge – dazu zählt auch die große Drehleiter – sind zu klein. „Die Autos werden immer größer“, erklärt Krammer, der hauptberuflich Chef des Ordnungsamtes ist. Mitunter besteht nur ein Meter Abstand zum Umkleidebereich – was beim Rangieren mit den tonnenschweren Gefährten ein Unfallauslöser sein kann. Dieser Missstand soll jetzt mit einer Verlegung der Spinde behoben werden. Doch damit ist es nicht getan: Es fehlen auch ausreichend Räume, um einen zeitgemäßen Betrieb der Stützpunktfeuerwehr im Landkreis, die jedes Jahr bis zu 250 Einsätze absolviert, zu gewährleisten. „Das Gebäude ist viel zu alt“, so Krammers Fazit.

Die Ortspolitik hat seit Längerem einen Um- beziehungsweise Neubau auf der Agenda stehen, allerdings wollte man ursprünglich mit den Planungen erst 2019 loslegen. Im Zuge der kürzlich abgeschlossenen Beratungen des Haushalts 2017 setzte ein Umdenken ein. Der Hintergrund: Im November war ein Feuerwehr-Kamerad gestürzt und hatte sich aufgrund der beengten Verhältnisse schwer verletzt (wir berichteten). Die Gemeinde geriet in Zugzwang. „Es kann nicht sein, dass sich die Leute im Feuerwehrhaus einer Gefahr aussetzen“, betont Krammer. Jetzt soll bereits nächtes Jahr geplant und 2018 gebaut werden. Der Gemeinderat muss allerdings noch eine Grundsatzentscheidung über den Standort fällen. Denkbar wäre auch eine Verlegung, als Alternative gehandelt wird das Areal am alten Volksfestplatz in der Nähe des Rewe-Marktes. Aufschluss über den Platzbedarf und eine geeignete Stelle soll ein Feuerwehrbedarfsplan liefern, den ein Fachbüro im Auftrag der Gemeinde erstellt.

Die Floriansjünger haben sich indessen in dieser Frage festgelegt: Sie würden laut Krammer am liebsten am Viehmarktplatz bleiben. Ein erster Plan sieht einen Abriss des alten Gerätehauses sowie einen zweigeschossigen, L-förmigen Neubau vor, der ausreichend dimensioniert ist. Im Erdgeschoss könnte man die Fahrzeuge parken – und im ersten Stock beispielsweise Sozialräume, Büros und einen Lehrsaal für Schulungen unterbringen. Krammer schätzt die Kosten auf 2,5 Millionen Euro. Davon würde seinen Angaben zufolge der Freistaat um die 800 000 Euro in Form eines Zuschusses beisteuern. Der Vorteil: Der Keller und die Erschließung inklusive Zufahrt und Vorplatz wären schon vorhanden. Bei einem Neubau am alten Volksfestplatz müsste die Kommune dies alles zusätzlich schaffen – was die Kosten nach oben schrauben würde. Krammer geht von acht bis neun Millionen Euro aus.

Möglich wäre am Viehmarktplatz auch eine abgespeckte Variante eines Feuerwehr-Neubaus, sollte der benachbarte Bauhof der Gemeinde abgesiedelt werden und sollten diese Flächen mitgenutzt werden können.

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