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Guter Dinge: (v. l.) Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting, Technischer Werkleiter Helmut Hackl, Wassermeister Enrico Winkler und der kaufmännische Werkleiter Karl Steingruber.

Hohe Investition in Wasserversorgung

Hochbehälter für 600000 Euro saniert

Murnau – An Baustellen herrscht in Murnau gerade kein Mangel.  Eine Stelle, wo in den vergangenen Monaten eher im Verborgenen gewerkelt wurde, ist der Wasser-Hochbehälter Am Eichholz. Die Sanierung ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen.

Grund genug für die Gemeindewerke, Anwohner und Ratsmitglieder zu einer Besichtigung einzuladen. Auch Mitarbeiter der Verwaltung schauten vorbei. Die gute Nachricht vorneweg: „Wir gehen davon aus, die Gebühren stabil halten zu können“, sagte der kaufmännische Werkleiter Karl Steingruber. Fürs Trinkwasser bezahlen die Haushalte momentan 1,10 Euro, fürs Abwasser 1,65 Euro. Die Sanierung, die im November 2015 startete, kostet unterm Strich rund 600 000 Euro brutto. Die Werke verteilen die Ausgaben auf zwei Jahre. Die Gemeindewerke verkaufen im Jahr rund eine Million Kubikmeter des Nasses – Tendenz steigend. Ein Zehntel nimmt die Unfallklinik ab. Nicht nur Murnau und seine Ortsteile werden versorgt, sondern auch Riedhausen, Hagen und Grafenaschau. Der Behälter war in seiner jetzigen Form Mitte der 1970er Jahre errichtet worden. Nach 40 Jahren war eine Sanierung fällig. Die Planungen dafür begannen bereits 2013.

Als am wirtschaftlichsten erwies sich eine Beschichtung mit Dickmörtel. Ein Gerüst und Staubschutzwände kamen zum Einsatz. Sodann trugen Arbeiter die Betonoberfläche per Hochdruckwasserstrahl ab. Vorhandene Rohre entfernte man, sie wurden durch neue aus Edelstahl ersetzt. Auch die Fliesen ließen die Werke austauschen. Hauptposten waren die Behältersanierung, die ein Unternehmen aus Saalfeld (Thüringen) erledigte, sowie der Rohrleitungsbau samt Armaturen und Treppenanlage. Diesen Job übernahm ein Betrieb aus Karlskron nahe Ingolstadt. „Die Schlussrechnungen der beiden Firmen liegen noch nicht vor“, teilte der Technische Werkleiter Helmut Hackl mit. „Wir gehen aber von keiner Kostenüberschreitung aus.“ Der Behälter sei gereinigt und gefüllt und nach einer positiven Wasseranalyse wieder ans Netz angeschlossen worden. Bürgermeister Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum) lobte die Anlieger, „dass sie so tapfer durchgehalten“ hätten. Bei ihm seien während der Sanierung keine Beschwerden eingegangen. Bereits in den Jahren 2007/2008 hatten die Werke den Hochbehälter am Maria-Antonien-Weg neu gebaut. „Jetzt ist mindestens 25 Jahre Ruhe“, resümierte Steingruber.

Roland Lory

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