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Im Zeitplan: An der Murnauer Realschule entsteht derzeit ein Erweiterungsbau.

550 bis 600 Schüler im kommenden Jahr

Realschul-Bau auf der Zielgeraden

Murnau - Noch wird am Erweiterungsbau der Murnauer Realschule gearbeitet. Mitte Mai soll das Acht-Millionen-Euro-Projekt bezugsfertig sein. Schon jetzt ist klar, das Interesse an der Einrichtung ist enorm.

In der neuen Zweifachturnhalle bauen Arbeiter gerade eine Prallwand und den Sportboden ein. Im Erweiterungsbau der Murnauer Realschule herrscht ebenfalls geschäftiges Treiben. Firmen widmen sich dort Bodenbelägen und Schrankwänden. „Wir sind gut im Zeitplan“, betont Schulleiter Ralf Havelka. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen befindet sich beim Großprojekt Realschule im Blauen Land mit dem zweiten Bauabschnitt auf der Zielgeraden. An Pfingsten – also Mitte Mai – sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Fertigstellung der Außenanlagen werde sich – angepasst an die Pflanzperiode – bis in den Herbst ziehen, sagt Landratsamtssprecher Stephan Scharf.

Exakte Angaben zum aktuellen Stand der Baukosten kann er nicht machen. Denn es seien noch keine Gewerke schlussgerechnet. „Nach der laufend durchgeführten Kostenverfolgung bewegen sich die Baukosten nach wie vor im üblichen Bereich von plus/minus fünf Prozent.“ Das Vorhaben liege somit im Kostenrahmen. Die genehmigten Baukosten belaufen sich nach Scharfs Angaben – ohne bewegliche Austattung – für den ersten Bauabschnitt auf rund 10,7 Millionen Euro. Der zweite verschlingt rund 8 Millionen Euro. Er umfasst einen Erweiterungsbau, eine Turnhalle, eine Mensa und Räumlichkeiten für die Mittagsbetreuung sowie sechs weitere Klassenzimmer, die Erweiterung des Lehrerzimmers und Außenanlagen.

Havelka zeigt sich „ganz entspannt“, was den Baufortschritt betrifft. Beim Hauptgebäude war die Situation noch eine andere. Die gegenüber dem Staffelsee-Gymnasium stehende Immobilie wurde mit 12 Klassenzimmern, 15 Funktionsräumen und Büros in einem Rekordtempo von 20 Monaten hochgezogen.

Zum ersten Mal eine zehnte Klasse

Aktuell drücken 470 Kinder und Jugendliche in Murnau die Schulbank. Nächstes Jahr werden es nach Havelkas Angaben „zwischen 550 und 600“ sein. Denn dann wird es erstmals eine zehnte Klasse geben. Die Schule ist dreizügig, hat also drei Klassen je Jahrgangsstufe. Das Interesse der Eltern ist groß, es können gar nicht alle Interessenten aufgenommen werden. So bleibt laut Havelka Oberammergau außen vor und tendenziell auch Huglfing. „Wir wollen die Schülerzahlen so halten, dass es mit unserem Haus zusammenpasst“, sagt der Rektor. Er weiß: „Eine neue Schule erscheint als attraktiv.“ Es gebe eine Menge Schüler, die sich genauso gut am Gymnasium anmelden könnten, „aber aus diversen Gründen zu uns kommen“.

Im Zuge des zweiten Bauabschnitts wird auch die Essensversorgung neu organisiert. Ein Caterer soll die Schüler in Zukunft verköstigen. „Da laufen schon Gespräche“, teilt Havelka mit. Es lägen auch schon Anfragen von Firmen vor.

Im März 2015 wurde die Einweihung der Bildungseinrichtung groß gefeiert. Unter anderem war Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) zu Gast. „Ob und wann es auch für den zweiten Bauabschnitt einen Festakt geben wird, steht noch nicht fest“, sagt Landratsamtssprecher Scharf. Dies müsse zwischen der Kreisbehörde und  der Schulleitung abgestimmt werden.

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Roland Lory

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