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Vom alten Vorplatz ist nichts mehr übrig: Die Bauarbeiten am Kultur- und Tagungszentrum laufen auf Hochtouren.

Großbaustellen in Murnau 

Endspurt am Schützenplatz 

Murnau - Jahrelang wurde diskutiert und geplant. Doch jetzt geht in Murnau was vorwärts. Nicht nur beim Rathausumbau, sondern auch bei der Umgestaltung von Straßen und Plätzen. 

Jetzt ist die Zeit der Realisierungen angebrochen. Der Realisierungen von vielen Großprojekten, die in Murnau lange Zeit ausschließlich diskutiert worden waren. Dazu gehören auch die Umgestaltungen von Schützenplatz und Bahnhofstraße. Hier eine Zwischenbilanz zu den Baufortschritten. 

Was lange währt, wird endlich gut, könnte man im Falle des Schützenplatzes sagen. Denn bereits seit den 1980er Jahren wurde im Gemeinderat immer wieder einmal über die Neugestaltung des komplett asphaltierten Areals geredet. Seit dem Spatenstich am 17. März dieses Jahres hat sich dort nun viel getan. Wie Fritz Egold vom Bauamt erklärt, wurden seitdem der Asphaltbelag abgenommen, Leitungen saniert und neu verlegt, Entwässerungsanlagen umgebaut, Gullis und Einläufe gesetzt, diverse Rohrleitungen angepasst und damit unter anderem eine Entlastung des Hauptkanals, vor allem auch für Starkregenereignisse, geschaffen. Danach stellten die Arbeiter den Unterbau wieder her, steckten Pflasterbereiche ab und trugen Asphalt auf die dafür vorgesehenen Stellen wieder auf. „Auch die eigentlichen Pflasterarbeiten befinden sich in den letzten Zügen“, schildert Egold. Derzeit ist ein großes abgeteiltes Dreieck voller Erde zu sehen, auf dem zeitnah einen Linde gepflanzt und eine Bank aufgestellt werden sollen. Direkt daneben wurde bereits das Fundament für den vom Verschönerungsverein gespendeten, sechseckigen Natursteinbrunnen gelegt, der in den nächsten Wochen dort seinen Platz finden wird. Auch für die von vielen als gefährlich angesehene Engstelle am Haus Schützenplatz 3 kann Egold Entwarnung geben. Bereits jetzt konnte durch eine Verschwenkung der Straße eine leichte Verbreiterung erreicht werden. Auf der gegenüberliegenden Seite, direkt am Hauseck, werde zu einem späteren Zeitpunkt auch noch der Gehsteig etwas verbreitert. Wie und wann es mit der Gestaltung des Areals jenseits des neues Platzes, nämlich im Bereich des Einsiedelwegs, weitergeht, sei noch offen. Hier hatten Anwohner Einspruch gegen die Verlegung ihrer Gärten erhoben (wir berichteten). Bei den Kosten für die reine Platzsanierung gehe man immer noch von rund 300 000 Euro aus, sagt Egold. Ein genauerer Betrag könne erst nach der endgültigen Fertigstellung genannt werden.

Während also die Arbeiten am Schützenplatz dem Ende zu gehen, müssen sich Fußgänger, Rad- und Autofahrer am Kultur- und Tagungszentrum noch für längere Zeit auf Behinderungen einstellen. Seit 17. Mai wird am ersten der drei Bauabschnitte des Großprojekts „Sanierung der Bahnhofstraße“ gewerkelt, was das Zeug hält. Gemeint ist damit der Bereich der Kohlgruber Straße und der Vorplatz des Kultur- und Tagungszentrums. Auch hier gingen die Arbeiten zügig voran, sagt Egold. Nach der ersten Phase des Abbruchs würden dort derzeit die Leitungen für die Fernwärmetrasse, für Gas, für Glasfaserkabel und prophylaktisch auch diverse Leerrohrsysteme verlegt. Danach käme der neue Unterbau der Straße und die Verlegung von Granitzeilern, dann die Belagsarbeiten dran. Bisher sei der Baubereich noch von der Bahnhofstraße abgetrennt, doch ab Ende August werde auch diese in die Arbeiten mit einbezogen werden. 

Michaela Sperer

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