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Ein dicht bevölkerter Kulturpark – das hat Seltenheitswert. Ein Beispiel war die Demo gegen eine AfD-Veranstaltung heuer im Sommer.

Antrag im Zuge der Haushaltsberatungen

Murnaus Kulturpark wieder Leben einhauchen

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Murnau - SPD, ÖDP/Bürgerforum und Grüne wollen  den Murnauer Kulturpark stärker für Veranstaltungen nutzen. Der Auftakt soll ein „Fest der Kulturen“ machen.

Murnaus Ortspolitiker waren fleißig: Insgesamt elf Anträge reichten sie bei der Rathaus-Verwaltung ein, die – neben den Zuschusswünschen der Vereine – im Rahmen der anstehenden Beratungen zum Haushaltsjahr 2017 behandelt werden. Eine gemeinsame Initiative der drei Fraktionen SPD, ÖDP/Bürgerforum und Grüne sticht dabei besonders hervor. Demnach soll der Kulturpark zu neuem Leben erweckt werden – mit Veranstaltungen, die eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Den Auftakt soll, so die Idee, bereits nächstes Jahr ein „Fest der Kulturen“ machen.

Viele Tourismus-Orte dürften den Markt Murnau um seinen kleinen, feinen Kulturpark südlich des Kultur- und Tagungszentrums beneiden. Allein der herrliche Bergblick sucht seinesgleichen. „Leider wird der Park aber seinem Potential als Veranstaltungs- und insbesondere als Lebensort nicht gerecht. Viel zu wenig wird er für größere Veranstaltungen, die einem breiten Publikum offen stehen, genutzt“, schreiben in dem besagten Antrag die beiden Jugendreferentinnen Veronika Jones (Grüne) und Anna Schlegel (ÖDP/Bürgerforum) sowie die Kulturreferentin Dr. Elisabeth Tworek (SPD). Sie schlagen daher eine „Wiederbelebung dieser wunderschönen Grünfläche mit Musik- und Theaterpavillon“ vor. Jones wird auf Nachfrage konkreter. Sie könnte sich etwa Musikveranstaltungen vorstellen. Das Areal biete sich aufgrund seiner zentralen Lage dafür an. Ein idealer Startschuss wäre nach Ansicht der drei Kommunalpolitikerinnen ein „Fest der Kulturen“ – mit einem bunten Programm, angefangen bei Live-Musik junger Bands aus dem Ort bis hin zu Kabarett und Kleinkunst. Außerdem soll es Infos zum aktuellen Thema „Migration & Flucht“ geben. Jones, Schlegel und Tworek denken an ein Organisationsteam, das sich aus Gemeinderäten, Vereinsvertretern und interessierten Bürgern zusammensetzt. „Frei nach dem Motto ,Von Bürgern für Bürger’“, fügen sie hinzu.

Die Gemeinde soll für das Ganze im Haushalt 2017 ein Budget in Höhe von 4000 Euro bereitstellen. Jones kann sich gut vorstellen, dass daraus eine Veranstaltungsreihe entsteht. „Das wäre ein schöner Anfang“, sagt sie. Die Idee, Unterhaltung mit einem ernsten Thema zu kombinieren, sei heuer im Zuge einer Anti-AfD-Demo entstanden, die ebenfalls auf dem Kulturpark-Gelände stattfand.

Wie berichtet, beraten Murnaus Gemeinderäte den rund 41 Millionen Euro schweren Jahresetat 2017, der alle Einnahmen und Ausgaben der Kommune im nächsten Jahr regelt.

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