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Das hätte schief gehen können: Der Jugendliche hing kopfüber aus der Gondel. 

Jugendlichen droht nun doch eine Strafe

Mutprobe in Kreuzeckbahn: Jetzt ermittelt die Polizei

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Garmisch-Partenkirchen - Leichtsinn mit Folgen: Nach der misslungenen Mutprobe in der Kreuzeckbahn hat sich nun die Polizei eingeschaltet. Die Jugendlichen haben nämlich nicht nur sich in Gefahr gebracht. 

Ganz ungeschoren kommen die Münchner nach ihrer missglückten Mutprobe in der Kreuzeckbahn wohl doch nicht davon: Nach der Berichterstattung in verschiedenen Medien ist die Polizei Garmisch-Partenkirchen auf den Fall aufmerksam geworden. 

Wie diese mitteilt, hat sich aus den Angaben der beteiligten Jugendlichen der Anfangsverdacht eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ergeben, worauf entsprechende Vorermittlungen geführt wurden. Nach den bisherigen Erkenntnissen löste die misslungene Mutprobe der jungen Männer einen achtminütigen Betriebsstopp der Kreuzeckbahn aus. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 100 andere Fahrgäste in den übrigen Kabinen und mussten zwischen der Tal- und Bergstation in ihrer misslichen Lage ausharren, bis die Bahn wieder in Betrieb gesetzt werden konnte. 

Der Sachverhalt wurde jetzt der Staatsanwaltschaft München II zur weiteren Prüfung übersandt, ob der Tatbestand eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllt ist. Der Schutzbereich des § 315 Strafgesetzbuch (Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr) umfasst auch den Seilbahnverkehr und ist mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zehn Jahren bewehrt.

Laut Angaben der Beamten brachten die Jugendlichen durch ihr unüberlegtes Handeln nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern verursachten zumindest eine abstrakte Gefährdung für die anderen Fahrgäste, die in den übrigen Kabinen eingeschlossen waren.

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