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Siebe Sitzplätze, elf Insassen: Dieses Auto kontrollierte die Bundespolizei im Sommer in Garmisch-Partenkirchen. Der Fahrer wurde nun wegen Schleuserei verurteilt.

Gerichtsurteile in München gefallen 

Nach Festnahmen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Schleuser müssen ins Gefängnis

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Zwei Schleuser wurden nun in München zu Haftstrafen verurteilt. Der Iraker und Syrer waren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen festgenommen worden.

Mittenwald/München – Viel Geld haben die Männer und Frauen bezahlt, um ihre Heimat zu verlassen. Ein Iraker (48) und ein Syrer (28) brachten sie illegal über die Grenze. Doch bei Mittenwald entdeckten Beamte der Bundespolizei die beiden Schleuser. Bereits Ende Juli beziehungsweise Anfang August haben sich die beiden Fälle ereignet. Nun wurden die Männer in München verurteilt. Beide müssen ins Gefängnis.

Bei einer Kontrolle Ende Juli entdeckten die Bundespolizisten in Mittenwald sieben Personen in einem Pkw mit fünf Sitzplätzen. Kindersitze für die drei Kinder gab es nicht. Der Fahrer hatte einen irakischen Reisepass und eine italienische Aufenthaltserlaubnis dabei. Die anderen Insassen, gebürtig ebenfalls aus dem Irak, konnten sich nicht ausweisen. Für ihre Schleusung über Griechenland und Italien hatten sie, wie die Ermittler der Rosenheimer Bundespolizei herausfanden, insgesamt 3800 Euro zu zahlen. Den Fahrer hat das Schöffengericht München zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt.

Syrischer Schleuser muss für 22 Monate in Haft

Für 22 Monate muss der Syrer in Haft. Dies entschied das Amtsgericht München. Nach einer Verfolgungsfahrt hatten Beamte der Bundespolizei Anfang August bei Garmisch-Partenkirchen ein Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen gestoppt. Es war den Beamten bereits bei Mittenwald aufgefallen und sollte dort auch kontrolliert werden. Der Fahrer missachtete jedoch die Anhaltesignale. Warum, wurde schnell klar. Im Wagen mit sieben Sitzplätzen befanden sich elf Personen. Kindersitze für die fünf Minderjährigen gab es nicht. Im Gegensatz zum syrischen Fahrer, der über einen deutschen Reiseausweis für Ausländer und eine Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik verfügte, konnte sich keiner seiner Begleiter ausweisen. Die Migranten stammten ursprünglich aus Syrien beziehungsweise dem Irak. Im Rahmen der Ermittlungen der Rosenheimer Bundespolizei stellte sich heraus, dass die Schleusung von Italien nach Deutschland insgesamt 2200 Euro gekostet hatte. 

Lesen Sie auch:  Polizei fasst Schleuser bei Mittenwald, findet Geld und Messer - Mann per Haftbefehl gesucht

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