Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Erfolgsmodell: Spielbank-Direktor Peter Eursch (l.) und Florian Zwipf-Zaharia präsentierten „Cabaret Royal“.

Wie geht's weiter mit "Cabaret Royal" und dem GaPa-Tattoo?

Nach Insolvenz der Cultus Production: „Nicht alles schwarz sehen“

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Garmisch-Partenkirchen - Florian Zwipf-Zaharia ist verwurzelt in Garmisch-Partenkirchen. Mit seiner Cultus Production GmbH veranstaltet er den Kultursommer und organisiert „Cabaret Royal“ sowie das GaPa-Tattoo. Die Hoffnung, dass diese trotz des laufenden Insolvenzantrags weiterlaufen, ist groß.

Zu wenig Zuschauer beim Kultursommer in Garmisch-Partenkirchen, zu wenig verkaufte Tickets für den Kulturherbst in Geretsried – zwei Faktoren, die dazu geführt haben, dass Florian Zwipf-Zaharia für seine Cultus Production GmbH Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Kempten gestellt hat (wir berichteten). Noch ist kein Insolvenzverwalter bestellt, noch weiß der Geschäftsführende Gesellschafter aus Füssen überhaupt nicht, wie es künftig läuft. Auch nicht mit den anderen Projekten, die er auf die Beine stellt. „Erst einmal gibt es den Ansatz, das Unternehmen noch zu retten“, sagt Zwipf-Zaharia. „Es kann sein, dass es weitergeht.“

Seit 2003 engagiert er sich in Garmisch-Partenkirchen – „das waren 13 erfolgreiche Kultursommer“. Nur beim letzten, der vor gut einer Woche zu Ende gegangen war, da passten die Zahlen nicht. Deshalb jetzt alles Positive auszublenden, das würde der Arbeit der vergangenen Jahre nicht gerecht. Zwipf-Zaharia ist längst verwurzelt im kulturellen Leben der Marktgemeinde, in der er nicht nur als Veranstalter, sondern auch als Organisator auftritt. Die Reihe „Cabaret Royal“ in der Spielbank trägt seine Handschrift und seit heuer auch das GaPa-Tattoo, das Militärmusikfestival im Eisstadion.

Am Fortbestand dieser Reihen zweifelt niemand. Unklar ist derweil, ob Zwipf-Zaharia sich künftig um die Abwicklung kümmert. „Ich hab’ das Ganze an unsere Rechtsabteilung weitergeleitet“, sagt Spielbank-Direktor Peter Eursch. Außerdem wartet er die Erkenntnisse des Insolvenzverwalters ab. Schon jetzt betont er aber: „Man darf nicht alles so schwarz sehen.“ Mit Zwipf-Zaharia und seiner Cultus Production „habe ich nur gute Erfahrungen gemacht, er hat super Interpreten hergeholt und alles sehr sehr gut organisiert“. Dieses Know-how würde Eursch nur ungern missen, zumal ihm auch bewusst ist, „dass ich gar nicht über diese hervorragenden Kontakte zu den Künstlern verfüge“. Die beiden Termine in diesem Jahr – Meisterpantomime Andreas Hartmann im Oktober und Kabarettist Stephan Zinner im Dezember – „finden sicher statt“. Das Programm 2017 steht ebenfalls weitgehend. Die Termine sind schon geblockt, deshalb muss Eursch vor Weihnachten Klarheit haben, um dann den Vorverkauf zu starten. Die Veranstaltungsreihe im Alpen-Casino, die seit neun Jahren fester Bestandteil im Garmisch-Partenkirchner Kulturleben ist, erschließe die Spielbank neuen Besucher. „Das merken wir auch am Feedback der Gäste“, bestätigt der Direktor. Daran will er unbedingt festhalten und auch weiterhin hochkarätige Interpreten in seinen Heimatort bringen.

Der Gang zum Gericht, den Zwipf-Zaharia antreten musste, hat auch die Vertreter des Bundeswehr-Sozialwerks getroffen. „Wir stehen noch unter Schock“, bestätigt Heidi Wanot. Sie gehört zum Organisationsteam des GaPa-Tattoos, das der Füssener heuer erstmals auf die Beine gestellt hat. „Alles hat hervorragend geklappt, Spaß gemacht, und war erfolgreich.“ Ob die Mannschaft, zu der auch Oberstleutnant Karl Kriner als Leiter des Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen gehört, 2018 in dieser Zusammensetzung wieder aktiv wird, kann Wanot nicht sagen. „Wir wissen noch nicht, wie’s weitergeht.“ Die Insolvenz der Cultus Production trifft auch Kriner, schließlich hat er Zwipf-Zaharia ebenfalls als zuverlässigen Partner kennengelernt. „Die Zusammenarbeit hat aus unserer Sicht wunderbar geklappt.“ Im Gegensatz zu Kultursommer und Cabaret Royal, die bereits 2017 wieder stattfinden sollen, „haben wir etwas mehr Zeit“.

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