Einer der Verschütteten zeigte Anzeichen von Atemnot

Nach Lawine auf Zugspitze: Opfer machten Tiefschneekurs

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Garmisch-Partenkirchen - Die Identität der Verschütteten ist geklärt: Ein Skilehrer absolvierte mit einer Gruppe aus Neumarkt einen Tiefschneekurs. Dadurch löste sich ein mächtiges Schneebrett. 

Die Bedingungen waren alles andere als optimal am Sonntag, trotzdem machte sich ein Skilehrer (39) mit sechs Teilnehmern auf zum Tiefschneekurs auf der Zugspitze – und löste eine Lawine aus. Wie erst jetzt von der Polizei zu erfahren war, kam die Gruppe aus Neumarkt in der Oberpfalz. 

Unweit der Piste, nördlich des Wetterwandecklifts, begaben sich die Skifahrer ins freie Gelände und lösten ein etwa 80 Meter breites Schneebrett aus. Dieses erfasste den Skilehrer und zwei seiner Schüler (20 und 22), riss sie rund 30 Meter mit und verschüttete sie vollständig. Ihren vier Begleitern gelang es jedoch in kürzester Zeit, ihre Kameraden mittels Verschüttetensuchgeräte zu orten und mit den zwischenzeitlich eingetroffenen Einsatzkräften von Bergwacht und Bayerischer Zugspitzbahn auszugraben. 

Alle drei waren einem Polizeibergführer zufolge zwischen 20 und 80 Zentimeter unter dem extrem kompakten Schnee begraben worden. Einer von ihnen zeigte bereits deutliche Anzeichen von Atemnot. Die Ursachen zum Unfallhergang dauern noch an.

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

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