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Murnaus größte Flüchtlingsunterkunft: Im ehemaligen CVJM-Freizeitheim in Moosrain leben derzeit 43 Asylbewerber, im gesamten Ort sind es 66.

Unstimmigkeiten mit Betreiber 

Asylbewerberunterkunft: Vier Flüchtlingshelfer haben "Engagement-Verbot"  

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Murnau – Sie leisten eine unschätzbare Arbeit: die vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer. Doch in der Zusammenarbeit mit den professionellen Stellen gibt es auch mal Reibereien – wie ein Fall in Murnau zeigt.

Dieser liegt zwar einige Zeit zurück – das Ganze spielte sich Anfang des Jahres ab –, er wirkt aber immer noch nach und befeuert die Gerüchteküche. Damals muss es in der Asylbewerber-Unterkunft im Ortsteil Moosrain zu derart starken Differenzen gekommen sein, dass die Caritas als Betreiberin der Einrichtung zu einem ungewöhnlich harten Mittel griff: Sie erteilte vier Helfern ein „Engagement-Verbot“ in dem Haus, wie Sarah-Jean Buck, zuständige Fachdienstleiterin bei der Caritas in Garmisch-Partenkirchen, auf Tagblatt-Nachfrage erklärt. Von einem Hausverbot möchte sie nicht sprechen. Man habe aber den Betroffenen „nahegelegt, sich außerhalb der Unterkunft zu engagieren“. Das heißt: Projekte im Inneren sind für sie tabu – zumindest bis auf weiteres.

Buck bleibt gesprächsbereit: „Niemand ist nachtragend. Es gibt die Möglichkeit, dass man sich einigt.“ Dann könne man das Verbot aufheben. Die Hintergründe sind nebulös, die Caritas-Vertreterin gibt sich bedeckt. Nur soviel: Es habe die erforderliche Absprache mit der Heimleitung nicht funktioniert. Das Ganze ist wohl im Landkreis ein Einzelfall, zumindest kennt das Landratsamt nichts Vergleichbares. Natürlich komme es mal vor, dass ein Helfer etwas „überambitioniert“ ist, sagt Sprecher Stephan Scharf.

Anlaufstelle für die Ehrenamtlichen ist das Team 7 von Murnau Miteinander. Dessen Sprecher Dr. Felix Groß kann sich an den Konflikt erinnern, der sich seinen Angaben zufolge im Zuge der Organisation von Deutschkursen zutrug: „Das hat Narben hinterlassen.“ Er spricht von „Unstimmigkeiten“, einem „Wortgefecht“ und „gewissen Kränkungen“. Man habe daraus die Konsequenzen gezogen. Inzwischen gebe es regelmäßige Treffen mit einem Caritas-Ansprechpartner, bei denen Probleme angesprochen werden – bevor sie hochkochen. „Das Verhältnis ist jetzt deutlich entspannter“, sagt Groß. Man begegne sich auf Augenhöhe. Und auch Buck betont: Die Kooperation mit den Flüchtlingshelfern – bei Murnau Miteinander sind es rund 70 – funktioniere bestens. „Die ehrenamtlichen Strukturen haben sich etabliert.“ Das Angebot reicht von Freizeitaktivitäten bis zur Hilfe bei der Wohnungssuche.

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