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Sicher nach Hause: Beim Nachtschwärmer-Projekt im Nachbar-Landkreis sind Taxi-Unternehmen gefragt.

Ziel: Disko-Unfälle vermeiden

Nachtschwärmer-Aktion: Murnauer Taxi-Unternehmen macht mit

Murnau - Initiative mit Vorbild-Charakter: Das Murnauer Taxi-Unternehmen Stockbauer beteiligt sich an der neuen Nachtschwärmer-Aktion des Nachbarlandkreises - um jungen Menschen einen sicheren und günstigen Heimweg zu ermöglichen. 

Das Murnauer Taxi-Unternehmen Stockbauer beteiligt sich an der neuen Nachtschwärmer-Aktion des Landkreises Weilheim-Schongau. „Mit dem Taxi sicher und günstig durch die Nacht“ lautet dabei das Motto. Wie berichtet, beschloss man in der Nachbar-Region, den Nachtbus wegen geringer Nachfrage einzustellen. Auch das Murnauer Nachtlokal Marilyn Park war dabei angesteuert worden. Der Hintergrund war klar: Damit sollten vor allem sogenannte Disko-Unfälle vermieden werden.

Als Ersatz gibt es seit Kurzem einen Zuschuss von fünf Euro, wenn junge Menschen von 16 bis 21 Jahren an den Wochenenden mit dem Taxi oder Mietwagen nach Hause fahren. Allerdings ist Voraussetzung, dass der Betreffende seinen ersten Wohnsitz im Landkreis Weilheim-Schongau hat. So bekommt ein Eglfinger oder Huglfinger den Zuschuss, wenn er mit dem Unternehmen Stockbauer vom Marylin Park heimfährt.

Denkbar wäre auch, dass eine Gruppe, von der drei Personen in Murnau leben und eine im Landkreis Weilheim, sich von Murnau nach Söchering bringen lässt. Ein Seehauser, der eine Bar in Penzberg besuchen will, erhält die Finanzspritze nicht. Der Rabatt gilt nur für Fahrten innerhalb beziehungsweise aus oder in den Nachbar-Landkreis. Und er kann nur einmal pro Tour genutzt werden – auch wenn mehrere Jugendliche im Taxi sitzen.

Taxi-Unternehmer Michael Stockbauer findet die Aktion „Nachtschwärmer“ eine „tolle Sache“. „Die Jugendlichen sollen sicher nach Hause kommen.“ Er hofft, dass das Angebot „genutzt und beibehalten wird“. Von den Murnauer Taxi-Betreibern beteiligt sich nur Stockbauer an der Aktion, die zunächst bis Ende 2016 befristet ist.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es derzeit nichts Vergleichbares und auch keinen Nachtbus. Stockbauer bedauert dies. „Denn für die Jugendlichen kann man nie genug tun.“

Im Sommer 2014 hatte der Kreistag die Einführung einer Fifty-Fifty-Card für Jugendliche abgelehnt. Der Vorstoß war damals von der Jungen Union gekommen. Demnach sollten die jungen Leute die Hälfte der Kosten von nächtlichen Taxifahrten vom Landratsamt Garmisch-Partenkirchen erstattet bekommen. 

 Roland Lory

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