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In der „Zamma“-Woche wollen (v. l.) Susanne Schultealbert, Antonie Kratzmair, Eva Höger und Simone Sailer eine Foto-Box installieren. 

Manche haben schon fertige Konzepte vorgestellt

Nächster Schritt fürs Kulturfestival „Zamma“: Jetzt sollen die Ideen reifen

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Vielversprechend – so lief das erste Arbeitskreis-Treffen für das Kulturfestival „Zamma“ ab. Über den Sommer sollen die Ideen nun reifen, und sich mögliche Partner finden. Mitte September beginnt die zweite Phase, in deren Rahmen auch die Anträge vorbereitet werden.

Garmisch-Partenkirchen – „Eine gelungene Aktion, ein durchdachtes Konzept, hochprofessionell organisiert, so etwas kann unser Ort gut brauchen“, meinte Eva Höger von der Caritas in Garmisch-Partenkirchen. Mit ihren drei Kolleginnen Susanne Schultealbert, Antonie Kratzmair und Simone Sailer will die Sozialberaterin am einwöchigen Kulturfestival „Zamma“ im Juli 2019 teilnehmen. Die vier Frauen planen ein Projekt unter dem Titel „Foto-Box“. Was sich dahinter verbirgt, verrät Schultealbert. „In der Garmischer Fußgängerzone sowie in der Ludwigstraße in Partenkirchen wollen wir Menschen allen Alters, mit und ohne Behinderungen, aus allen sozialen Schichten, fotografieren“, sagt die 35-Jährige. Die Bilder werden später in einer Art Mosaik, Skulptur oder Bild zusammengestellt. Wie genau, „darüber sind wir uns noch nicht ganz im Klaren“. Das Kunstwerk solle am Ende in jedem Fall auch in beiden Ortsteilen zu bewundern sein, ganz im Sinne von Inklusion, die sich das Festival, neben Innovation, auf seine Fahnen geschrieben hat. Und die Caritas-Gruppe sucht noch Kooperationspartner, die Lust haben, ihre Projektidee zu unterstützen.

Genau das ist die Idee, die hinter diesem Mitmach-Festival steht, das erstmals in der Marktgemeinde stattfindet und vom Bezirk Oberbayern organisiert wird. Künstler, Vereine, Institutionen und Einzelpersonen sollen sich untereinander vernetzen – und die 50 Veranstaltungen an 30 Spielorten gemeinsam auf die Beine stellen und mit Leben füllen.

Neben den vier Caritas-Mitarbeiterinnen waren etwa 70 andere potenzielle Mitwirkende zum ersten Arbeitskreis-Treffen ins Kongresshaus nach Garmisch-Partenkirchen gekommen. Petra Kellermann und Simone Rünagel vom Kulturreferat des Bezirks Oberbayern informierten dort über die Ergebnisse des Ideentages im April. Ein kurzer Filmbeitrag gewährte einen schönen Ein- und Rückblick auf den gelungenen „Zamma“-Start und die mit lauter Ideen bunt beschriebenen Tischdecken und Papiere hingen an Wänden und Fenstern. Danach wurden die Teilnehmer wieder zum aktiven Mitmachen aufgefordert. Sie sollten sich je nach ihren Projekt-Ideen in die drei Gruppen, „Kultur“ „Soziales“ und „Jugend“ aufteilen. In separaten Räumen trugen sie ihre geplanten Aktionen, mögliche Partner und den Wunsch-Ort der jeweiligen Gruppe vor.

Während einige der Anwesenden sich ein wenig überfordert fühlten, hatten sie doch noch gar keine konkreten Vorstellungen oder gar Sparringpartner, stellten andere schon ein fertiges Konzept vor. Eines davon ist ein Boccia-Angebot im Kurpark mit anschließendem Knödel-Essen ganz im Sinne einer „runden Sache“, die der Kiwanis-Club und der Seniorenbeirat mit zwei weiteren Partnern geplant haben. Eine weitere Projekt-Idee trug eine Vertreterin vom Erlhaus, dem Murnauer Jugendzentrum vor: Sie möchte im Sinne einer Kollektiv-Kunst gemeinsames Malen auf Stoffbahnen anbieten, gern in Kooperation mit den Schulen aus Garmisch-Partenkirchen.

Über die Sommerpause sollen jetzt die Ideen reifen und sich weiter konkretisieren, bevor es am 13. September in die zweite Arbeits-Phase geht. Bis zum 15. Oktober können dann die Anträge für die Projekte im Rathaus der Marktgemeinde abgegeben werden. Welche dann, auch finanziell, unterstützt werden, darüber entscheidet das Festival-Team Mitte Dezember.

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