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Sensibler Bereich: Das Ufer in der Nähe des „Bahlsen-Stegs“ ist sichtbar beschädigt.

Anwohner schlägt Alarm

Naturfrevel an der Ach: Badegäste beschädigen Ufer am „Bahlsen-Steg“

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Uffing – Die Schäden an der Ach am so genannten „Bahlsen-Steg“ in Uffing sind nicht zu übersehen: Teile des Uferbereichs sind weggebrochen, verschlammt oder niedergetrampelt. Fachleute sprechen von einer Auskolkung. Schuld daran sind offenbar Badegäste.

Anscheinend haben vor allem Kinder einen Spaß daran, von dem Steg ins Wasser zu springen und an der unbefestigten Stelle mitten im Naturschutzgebiet wieder an Land zu gelangen. Gegen den Frevel soll jetzt im Herbst etwas unternommen werden. Laut Landratsamt verbaut das Weilheimer Wasserwirtschaftsamt im Zuge der Gewässerunterhaltung den Abschnitt mit Weiden, um ihn zu schützen. Eigentlich hätten die Arbeiten bereits im Frühjahr erfolgen sollen, „was aber aus Witterungsgründen nicht möglich war“, sagt Stephan Scharf, Sprecher der Kreisbehörde auf Tagblatt-Nachfrage. Das Problem mit den Erosionsschäden an dem Platz ist bekannt – und muss ernstgenommen werden. Denn solche Uferränder haben als Übergangsbereiche zwischen Gewässer- und Landflächen eine besondere ökologische Bedeutung.

Anwohner Joachim Frère, der sich in der Sache ans Tagblatt gewandt hat, kontaktierte schon mehrmals zuständige Stellen und wies auf die „Dringlichkeit von Reparaturmaßnahmen“ hin. „Im Laufe der Zeit wurde der Schaden an der Ach immer größer“, schrieb er beispielsweise an das Landratsamt. Dieser Bereich gehöre zum Naturschutzgebiet „Westlicher Staffelsee mit angrenzenden Mooren“ und werde von Badenden, Hunden und Paddlern gerne benutzt und dadurch massiv in Mitleidenschaft gezogen. Viele ließen dort auch Boote wie Kanus und Kajaks zu Wasser. „Für dieses Gelände besteht ein Wegegebot, und das Baden und Lagern ist verboten. Was nutzt ein Bußgeldkatalog des Landratsamts Garmisch-Partenkirchen, wenn keine Kontrollen erfolgen“, ärgert sich Frère. Der 75-jährige Uffinger ist enttäuscht: „Seit Jahren versuche ich, auf die Schäden hinzuweisen, leider scheint es zwischen verschiedenen Behörden Kompetenzschwierigkeiten zu geben“, sagt er. Dabei sei das Naturschutzprojekt an der Ach mit einem großen finanziellen Aufwand umgesetzt worden. An die angekündigte Lösung mit den Weiden glaubt er nicht so recht. „Das reicht nicht. Man müsste die Stelle auffüllen.“ Ideal wäre es, Schilder aufzustellen, die auf das Naturschutzgebiet hinweisen, oder gleich das gesamte Gelände abzusperren.

Auch Uffings Bürgermeister Rupert Wintermeier scheint vom Erfolg der geplanten Weiden-Aktion des Wasserwirtschaftsamtes nicht hundertprozentig überzeugt zu sein. „Ich weiß nicht, ob das großartig was bringt“, sagt er. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Badegäste eine andere Stelle suchen und die dann beschädigen. Aus rechtlicher Sicht ist es in der Zeit vom 1. März bis 15. Juli verboten, den Auslauf der Ach mit Wasserfahrzeugen zu befahren und dort zu baden. Wer gegen die Schutzgebietsverordnung verstößt, der begeht eine Ordnungswidrigkeit.

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