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Sterne-Koch aus Leidenschaft: Der neue Küchendirektor von Schloss Elmau, Mario Corti, liebt seinen Beruf. Hier bereitet er gerade Taubenbrüstchen mit Gänseleber, Bohnengemüse und schwarzem Perigord-Trüffel zu. foto: sehr

Der neue Herr über 50 Köche

Elmau - Er wacht über 50 Köche: Mario Corti heißt der neue Küchendirektor in Schloss Elmau. Der 33-Jährige verfolgt ehrgeizige Ziele am Herd.

Schon als zehnjähriger Bub wusste Mario Corti, was er einmal werden will: Koch. Ein harter Weg, doch der gebürtige Radolfzeller (Bodensee) meisterte ihn mit Talent, Ehrgeiz und Leidenschaft.

Seit gut zwei Monaten trägt der 33-Jährige als Küchendirektor die Verantwortung im Fünf-Sterne-Hotel Schloss Elmau. Nun ist er Herr über 50 Köche, die mit erlesenen Speisen ihre Gäste in sechs Restaurants verwöhnen. Am 1. November trat der Badener die Nachfolge von Michael Hüsken an, der ihm einen Michelin-Stern vererbte. Diesen möchte Corti nicht nur verteidigen. Er peilt einen weiteren an. „Doch das braucht Zeit.“ Der jüngste Sterne-Koch Deutschlands spricht dabei von zwei bis drei Jahren. Letztlich hänge alles „von den Göttern des Michelin-Führers ab“.

Grundsätzlich findet Corti: „Man braucht mindestens ein Jahr, um Spuren zu hinterlassen.“ Dabei helfen sollen dem Direktor seine beiden Küchenchefs Frank Linke (Gourmet-Restaurant) und Christian Scheler (Hauptküche). „Das sind meine absoluten Stützen“. Die Arbeit steht für Corti stets unter dem Motto: „Egal was wir machen, machen wir spitze.“ Ein 18-Stunden-Tag ist dabei keine Seltenheit.

Doch Stress gehört in Top-Häusern einfach zum Beruf. Und von denen hat Mario Corti einige in seinem Arbeitszeugnis stehen. Erste Erfahrungen sammelte der Realschüler als Lehrling im Hotel „Vier Jahreszeiten“ am Schluchsee im Schwarzwald (1995 bis 1998). Über den „Markgräfler Hof“ in Freiburg (1998 bis 1999), das Düsseldorfer Drei-SterneRestaurant „Im Schiffchen“ (1999 bis 2001) und den Münchner Gourmet-Tempel „Restaurant am Marstall“ (2001 bis 2002) ging’s weiter zur Mandarin-Oriental-Gruppe (2002 bis 2010). Für sie arbeitete Corti zuletzt in Fernost, holte sich in Singapur und Hongkong den letzten, internationalen Schliff.

Von der pulsierenden Millionen-Metropole landete der Weltenbummler im beschaulichen Elmauer Tal. Von der neuen Arbeitsstelle zeigt sich der Vollblut-Koch begeistert: „Diese Individualität sucht seinesgleichen in Europa.“ Der Nachteil für den Mann vom Bodensee: Momentan bleibt wenig Zeit für seine Frau Conny und den acht Wochen alten Sohn Lucas.

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