Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Sattelzug an Sattelzug reihte sich bei der Asphaltierung der neuen Fahrbahn zwischen Staatsstraße und Einmündung in die B23

Ortsumfahrung Saulgrub auf der Zielgeraden

Einweihung in Dobrindts Terminkalender

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Saulgrub - In Blitztempo ist die Asphaltierung der neuen Ortsumfahrung von Saulgrub vollzogen worden. Jetzt steht einer Verkehrsfreigabe nichts mehr im Wege.

Kleine Buben sind oft fasziniert von maschinellen Ungetümen jeglicher Art. Wenn’s brummt und rattert, ist alle Aufmerksamkeit auf das Objekt gebannt. Solch kindliche Freude empfand in den vergangenen Tagen auch der Saulgruber Bürgermeister Rupert Speer: Bei der Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts der Ortsumfahrung zog die ausführende Baufirma Richard Schulz aus Großweil soviel schweres Gerät zusammen, dass Beobachter aus dem Staunen gar nicht mehr herauskamen. Vor allem beim Asphaltieren der 1,6 Kilometer langen Fahrbahn zwischen der Staatsstraße und der Anbindung an die B 23 im Süden. Dazu Speer: „Das war schon gewaltig. 40 Sattelzüge waren eingesetzt, die das Asphaltmischgut von Gilching nach Saulgrub transportierten. Logistisch und organisatorisch eine Meisterleistung.“

Angesichts des angekündigten Wintereinbruchs lief das Aufbringen des Asphalts sogar einmal nachts von Donnerstag auf Freitag sowie am Samstag. Für Michael Mair, Niederlassungsleiter der Firma Schulz für Großweil, nichts Außergewöhnliches: „Wir arbeiten viel auf Autobahnen. Da pressiert’s oft und da sind große Mengen im Spiel. Aber wir sind natürlich zufrieden, wie es in Saulgrub gelaufen ist. Unterm Strich haben wir diesen Vier-Millionen-Euro-Auftrag gut und zügig abwickeln können, obwohl der Zeitrahmen seit der Auftragserteilung im Frühjahr schon recht sportlich war.“

11 000 Tonnen Asphalt

In drei Arbeitsschritten wurde in den vergangenen eineinhalb Wochen asphaltiert. Die Gesamtstärke der neuen Fahrbahndecke beträgt 28 Zentimeter, davon sind 16 Zentimeter Tragschicht, acht Zentimeter Binderschicht in der Mitte und vier Zentimeter Feinschicht obendrauf. Der Abschnitt ist demnach dreimal komplett überzogen worden. Das waren insgesamt 11 000 Tonnen Asphalt bei einer Gesamtfläche von zirka 20 000 Quadratmetern.

Das schnelle Arbeitstempo der zurückliegenden Wochen hat natürlich seinen Grund: Noch heuer will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt die Umfahrung Saulgrub eröffnen und in Betrieb nehmen. Für diesen Plan wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt. Bürgermeister Speer zufolge soll Mitte Dezember das obligatorische Band für die Verkehrsfreigabe durchschnitten werden: „Einen genauen Termin hab’ ich noch nicht, aber ich geh’ davon aus, dass es hinhaut und noch dieses Jahr die ersten Autos auf der Umfahrung rollen werden. Das ist dann ein historischer Akt für unsere Gemeinde und eine enorme Attraktivitätssteigerung für Saulgrub. Wir fiebern diesem Tag schon entgegen.“

Ähnlich erleichtert dürften auch die an dem Projekt beteiligten Mitarbeiter im Staatlichen Bauamt Weilheim sein, wie etwa Dr. Hermann Streicher, Abteilungsleiter für den Landkreis: „Es ist alles in allem sehr gut gelaufen in Saulgrub. Zwar gab es bei dem labilen Baugrund einige Male Probleme, aber gemeinsam haben wir immer gute Lösungen gefunden.“ Die Gesamtkosten dürften sich laut Streicher bei rund 32 Millionen Euro (ohne Grunderwerb) einpendeln. Veranschlagt für die insgesamt 2,7 Kilometer waren mal 20 Millionen Euro.

Bis zur geplanten Eröffnung bleiben noch gut fünf Wochen: Die werden mit dem Einbau der Betriebstechnik, für das Anbringen von Schildern und Schutzplanken, der Fertigstellung der Bankette sowie für Markierungsarbeiten ausgefüllt sein. Und auch wenn nicht alles fertig wird: Für Saulgrub gibt’s im Dezember ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk.

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