Neue Plätze für Schumpp und Levi gesucht

Garmisch-Partenkirchen - Der Bürgerwille ar deutlich: Die Hindenburgstraße bleibt in Garmisch-Partenkirchen. Nun sind Alternativen für Bürgermeister Philipp Schumpp und Hermann Levi gefragt.

Die ersten Vorschläge gibt es bereits. Die CSU spricht sich für eine Umbenennung des Partenkirchner Kurparks in „Bürgermeister-Schumpp-Kurpark“ aus und die Karwendel- soll zur Hermann-Levi-Straße werden - „sofern eine Mehrzahl der Anwohner einverstanden ist“, heißt es in einer Presseerklärung. Ein zweites Bürgerbeghren möchte niemand. Deshalb fordert die CSU eine Befragung der Betroffenen. Die Straße trug von 1925 bis zur Machtergreifung der Nazis schon den Namen des jüdischen Komponisten.

Während die CSU schon Vorschläge parat hat, gibt es bei den Verantwortlichen im Rathaus noch keine konkreten Ideen. „Es wird keinen Schnellschuss geben, der dann nach einer Notlösung aussieht“, betont Rathaus-Sprecher Florian Nöbauer. Eine Bürgermeister-Schumpp-Parkbank kommt wohl nicht in Frage - ebensowenig wie einen Levi-Wanderweg irgendwo oben am Berg.

Zunächst sind nun Gespräche mit dem Ältestenrat und der Familie Schumpp geplant. Dann soll in den Gremien über mögliche Plätze diskutiert werden. Für Ideen sind die Verantwortlichen dankbar. „Jeder ist gefragt, sich Gedanken zu machen“, fordert Nöbauer von den Parteien. Auch Vorschläge von Bürgern sind willkommen.

Wolfgang Schumpp, Sohn des früheren Bürgermeisters und langjähriger SPD-Gemeinderat, sieht indessen ganz klar die Gemeinde in der Pflicht. „Sie muss eine Entscheidung finden, in welcher Form mein Vater gewürdigt werden soll.“ Mit Vorschlägen will er sich bewusst zurückhalten, gibt aber zu bedenken: „Wenn es um eine Straßenumbenennung geht, wird man immer auf Widerstand stoßen.“ Darum sei die Widmung einer Schule oder des Hallenbades, das seinem Vater sehr am Herzen lag, vermutlich einfacher. Nur angemessen soll der Ehrenplatz sein.

Die SPD-Fraktion um Vorsitzende Dr. Sigrid Meierhofer will mögliche Alternativen erst intern besprechen und dann einen Vorschlag machen.“

Levi müsse unbedingt ein Platz, Park oder eine Straße in Partenkirchen gewidmet werden, fordert Josef Ostler, Vorsitzender des Vereins für Geschichte im Landkreis. „Er hatte eine große Bedeutung für Partenkirchen, hat Geld für die Wasserversorgung gegeben und viele Künstler hergebracht.“ Grundsätzlich hält Ostler die Umbenennung der Karwnedelstraße für sinnvoll, befürchtet aber auch, dass es zu Protesten der Anwohner kommen könnte.

Egal, um welche Straße oder welchen Platz es nun geht, eins steht für ihn fest: „Die Bürger sollten vor einbezogen und gerfragt werden.“ Damit die Garmisch-Partenkirchner kein zweites Mal an die Wahlurne treten müssen.

Janine Tokarski

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