Sanierungsfall: Die Wallgauer Durchgangsstraße wird generalüberholt. foto: tomaschek

Auf neuem Belag durchs Dorf

Wallgau - Die Wallgauer Durchgangsstraße wird generalsaniert. Der erste Abschnitt vom Bichl bis zur Einmündung Flößerstraße soll heuer im Sommer angepackt werden.

6200 Fahrzeuge brausen durchschnittlich pro Tag über die Wallgauer Hauptstraße. Das ergab eine Verkehrszählung von 2010. Das sind im Jahr 2,26 Millionen. Kein Wunder, dass die Bundesstraße 11, die sich auf gut einem Kilometer durchs Isartal-Dorf vom Hotel Alpenhof (Süden) bis hinauf zum Ortsteil Bichl (Norden) schlängelt, mittlerweile ein Sanierungsfall ist.

„Wir haben wirkliche Frostausbrüche“, lautet die Bestandsaufnahme von Dr. Hermann Streicher, zuständiger Abteilungsleiter beim Staatlichen Bauamt Weilheim. Deshalb ist eines unausweichlich: „Wir müssen was machen, sonst geht die Straße kaputt.“

So soll heuer, voraussichtlich im Sommer, mit Abschnitt eins, vom Bichl bis zur Einmündung Flößerstraße, begonnen werden. Das Ganze natürlich in „enger Abstimmung“ mit der Gemeinde, betont Streicher. 150 000 Euro sind für die neue Teerdecke auf diesen rund 200 Metern vorgesehen - bezahlt aus dem Bundessäckel, da die B 11 ja nicht nur Hauptverkehrsader, sondern auch eine Bundesstraße ist.

Im Rathaus stößt die Kunde aus Weilheim auf positive Resonanz. „Ich bin heilfroh, wenn das angepackt wird“, bemerkt Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU). Er stellt die Hauptsraßen-Sanierung in den Kontext „Dorferneuerung“. Daher betrachtet das Gemeindeoberhaupt Bauabschnitt zwei, der vermutlich im Sommer 2015 startet, als den wichtigeren, weil dieser sensible Ortsbereiche wie den Dorfplatz betrifft. Denn die dortige Verschönerungsoffensive und die vorbeiführende B11 sollen stimmig sein. Ob dann bereits das von der Gemeinde erworbene Anwesen „Kirchenböbl“ abgerissen ist, steht in den Sternen. Zahler möchte hierzu zumindest keine Prognose abgegeben. Dafür wünscht er sich, dass auf der langen Geraden vom Gasthof Isartal, vorbei am Rathaus Richtung südliches Ortsende die Raserei bald ein Ende hat.

Ob auf dieser angeblichen Rennstrecke wirklich viel in puncto Tempo-Reduzierung verändert werden kann, darf indes bezweifelt werden. „Wir müssen die örtlichen Gegenheiten anschauen“, wiegelt Streicher ab. Der Experte weist aber auf die „strengen Vorgaben“ bei Bundesstraßen hin, die im weitesten Sinn Autobahnen verbinden. „Der Verkehr dort darf nicht Übergebühr aufgehalten werden.“ csc

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