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Landesausstellung 2018

Neuer Busparkplatz: Sorge um nächtlichen Lärm

Ettal - Einfach so neue Stellflächen für Busse betonieren? Das geht nicht. Wie sich am Ettaler Beispiel zeigt, gilt es vorher, bürokratische Hürden zu nehmen.

Theoretisch könnte alles so einfach sein: In Ettal stehen für die Landesausstellung 2018 nicht genügend Busparkplätze zur Verfügung. Aber freie, gut gelegene Flächen, auf denen neue Stellplätze geschaffen werden können. Eine schnelle Lösung gibt es dennoch nicht, wie sich im Gemeinderat zeigte. Das Thema stand einmal mehr auf der Tagesordnung. Diesmal ging es um die Änderung des Flächennutzungsplanes. Und andere bürokratische Hürden. Denn zu einem solchen Änderungsverfahren gehört auch immer, dass die so genannten Träger öffentlicher Belange befragt werden. Zum Beispiel das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, das eine Ausgleichsfläche fordert. Weil auf jener, auf der der Parkplatz entstehen soll, keine Landwirtschaft mehr betrieben werden kann. Also kein Gras mehr wächst. Größer ist da schon das Problem, das das Landratsamt sieht. Von der Behörde kam die Forderung nach einem Lärmgutachten. „Das wurde vom Kloster beauftragt“, erklärte Bürgermeister Josef Pössinger.

Und mit einer Stärke von 17 Seiten eingereicht. Eine offizielle Stellungnahme des Landratsamtes ging nicht mehr rechtzeitig bis zur Sitzung ein. Aber eine E-Mail, in der angedeutet wurde, dass wohl keine Genehmigung für den Parkplatz erteilt werden könne. Zumindest für die Nachtstunden. Was war passiert? Im Gutachten wurde in Betracht gezogen, dass in wenigen, übers Jahr verteilt sehr seltenen Fällen auch nach 22 Uhr ein Bus von dem Platz fahren könnte. Zum Schutz der Anwohner vor der Lärmbelästigung geht das nach Ansicht der Kreisbehörde aber nicht. Eine Einschätzung, die für Verwunderung im Gremium und vor allem bei Gemeinderat und Kloster-Cellerar Pater Johannes Bauer gesorgt hat. „Ich weiß nicht, warum ein Bus erst nach 22 Uhr fahren sollte“, sagte er mit Blick auf die Öffnungszeiten bei der Landesausstellung und der Klostereinrichtungen. „Vielleicht nach einer Weihnachtsfeier im Hotel.“ Aber so etwas sei wirklich die Ausnahme.

Es ging also um ein Problem, das eher auf dem Papier besteht. Um aber nicht noch mehr Zeit in dem Verfahren zu verlieren, einigten sich die Kommunalpolitiker dennoch auf eine Lösung. Demnach soll der Busparkplatz in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr gar nicht mehr befahrbar sein. Entsprechend müsse das Gutachten umgeschrieben werden. Einer Genehmigung seitens der Kreisbehörde dürfte als Folge wohl nichts mehr im Weg stehen. „Dann kommen die Bedenken“, gab sich Bürgermeister Pössinger zuversichtlich, „ja nicht mehr zum Tragen“.

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