Entscheidung nach Schwan-Sondergipfel getroffen - Behörde warnt Paddler: Halten Sie sich fern

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Sie drehen das Rad der Spielbank Garmisch-Partenkirchen: Direktor Peter Eursch (r.) und Assistent Karlheinz Federle. Nach mageren Jahren rechnen sie damit, dass sich das Blatt 2014 wendet. Foto: Holzapfel

Neuer Direktor rechnet mit Trendwende

Garmisch-Partenkirchen - Die 13 - für die Besucher der Spielbank Garmisch-Partenkirchen soll sie eine Glückszahl gewesen sein. Denn 2013 schüttete das Alpencasino überdurchschnittlich hohe Gewinne aus.

An seinen ersten Arbeitstag im Alpencasino erinnert sich Direktor Peter Eursch noch gut. An jenem Tag im Mai wurde er unvermittelt von seinem Büro in den Automatensaal gerufen. Der Anlass: Ein Gast hatte eben 72 000 Euro gewonnen - ein außergewöhnlich hoher Einzelgewinn. Es war nicht der einzige heuer. Einem anderen Gast schob ein Croupier im August auf einmal 70 000 Euro zu. Schon zuvor, zwischen Januar und April, hatten die Besucher eine halbe Million Euro mehr aus der Spielbank in der Garmischer Fußgängerzone getragen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Gäste können sich freuen, doch für die Bilanz 2013 des Alpencasinos bedeutete dies: der Bruttospielertrag (BSE), also das Gesamtergebnis, sank erneut von rund 8,8 Millionen Euro im Jahr 2012 auf nunmehr etwa 8,1 Millionen Euro. Damit entspricht er nicht mal mehr der Hälfte des Wertes von 2007. Und damit fielen 2012 auch die Überweisungen an die Marktgemeinde geringer aus: 15 Prozent des BSE gehen ins Rathaus, rund 1,2 Millionen Euro. „Seit Eröffnung der Spielbank im Jahr 1955 flossen über 85 Millionen Euro in den Gemeindehaushalt“, rechnet Eursch vor. Weitere 25 000 Euro spendete das Alpencasino 2012 für Kultur und Sport.

Zu den Gründen für das Minus zählt der Direktor, der im Mai die Nachfolge des gestorbenen Peter Koppelstätter antrat, neben den „überdurchschnittlichen Gewinnen“ aber auch ein kräftiges Minus von 650 000 Euro beim Automatenspiel. Es macht fast Dreiviertel des BSE aus. Eursch macht dafür einerseits einen Anstieg bei den gewerblichen Spielhallen und andererseits das Glücksspiel im Internet verantwortlich. Die Zahl der Besucher sank nur leicht: von knapp über 110 000 auf rund 109 000.

(matt)

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