Schnee-Chaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Fassungslos ist Bärbel Heller angesichts der jüngsten Tat eines vermeintlichen Hundehassers. Bei Spaziergängen mit „Brenta“ passt sie jetzt doppelt auf.

Erneut ist Unterammergau der Tatort: Strychnin im Spiel?

Neuer Giftköder:Hundehalter in Angst

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Wann muss der erste Hund sterben? In Unterammergau ist jetzt erneut ein Giftköder aufgetaucht.

Unterammergau – Es ist ihre Lieblingstour. Auf dem Wanderweg im Gebiet Feuchtenrain Richtung Romanshöhe ist Bärbel Heller gern unterwegs: „Da kann ich abschalten und zugleich meine beiden Hunde Gassi führen. Man ist ja gleich draußen in der Natur.“ Doch seit kurzer Zeit beschleicht die in Unterammergau wohnhafte Krankenschwester ein Unbehagen, wenn sie sich hier aufhält. Grund ist ein Vorfall, der beinahe ihrer Hündin „Brenta“ das Leben gekostet hätte. Sie hatte ein Stück von einem ausgelegten Giftköder gefressen. Nur dank der schnellen Behandlung in der Weilheimer Tierklinik konnte der sechsjährige Hovawart gerettet werden.

„Ich bin entsetzt und jetzt noch ganz perplex, wie Menschen so etwas tun können, dass sie mit voller Absicht den Tod von Tieren, in meinem Fall eines Hundes, in Kauf nehmen“, erzählt Bärbel Heller. Es ist bereits der zweite Fall in Unterammergau, der für Aufsehen sorgt. Im Sommer wäre am Weiherweg um ein Haar die Hündin Nandi von Catriona McNabs gestorben, sie hatte einen mit Rattengift versehenen Shrimp gefressen. Ihr zweijähriger Sohn hatte den Köder ebenfalls schon in der Hand. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn der Kleine davon probiert hätte.

„Brenta“ zitterte am ganzen Körper

Auch die Besitzerin von „Brenta“ vermag nicht zu erklären, was hinter solchen Attacken eines vermeintlichen Hundehassers steckt. Wie gewohnt war Bärbel Heller an dem Sonntag wieder auf dem beliebten Spazierweg unterwegs gewesen, als ihr größerer Hund plötzlich am Wegesrand an etwas Lachsfarbenem am Boden knabberte. Die Krankenschwester dachte sich zunächst nichts dabei. Erst am Abend wurde sie stutzig und bemerkte, dass da was mit ihrem Liebling nicht stimmt: „Brenta wackelte mit dem Kopf, zitterte am ganzen Körper und hatte offensichtlich extreme Angst.“ Unverzüglich rief Heller ihre Haustierärztin an, die dazu riet, unverzüglich in die Tierklinik nach Weilheim zu fahren.

Das tat die Hundebesitzerin dann auch. Dort wurde „Brenta“ entsprechend behandelt und musste, nachdem sie erbrochen hatte, über Nacht dableiben. Eine Ärztin in der Klinik bestätigte, dass die Symptome der Hündin Rückschlüsse auf eine Vergiftung zuließen, wie etwa durch die Einnahme von Strychnin – ein Rattengift, das heute legal nicht mehr erhältlich ist. Am nächsten Tag durfte der Hovawart wieder heim. Die Hundebesitzerin im Rückblick auf das Ereignis: „Meine Brenta hatte nochmal Riesenglück, vor allem weil sie vorher noch was gefressen hatte. Sonst hätte das Gift wesentlich schneller gewirkt.“

Im Grunde kann Heller durchaus verstehen, wenn Leute einen Groll auf Hunde haben, weil deren Hinterlassenschaften von den unvernünftigen Herrchen bei Spaziergängen nicht mitgenommen werden: „Aber wer sowas macht und aufwändig einen Giftköder präpariert, das ist rational nicht mehr zu begreifen.“ Hundebesitzer können sich weiter über das Thema im Internet unter https://www.josera.de/giftkoeder-ratgeber/ informieren.

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