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Willkommen-Gottesdient am 23. Oktober

Neuer Kaplan für die Murnauer Pfarreien

Murnau - Markus Lidel ist in der Marktgemeinde angekommen. Und er hat viel vor.

Er ist jung, tatkräftig, hoch motiviert und voller positiver Erwartungen. Seit dem 1. September hat Markus Lidel als Nachfolger von Dr. John Madubuko sein Amt als Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Murnau angetreten. Es ist die erste Kaplanstelle des 28-Jährigen, der aus Augsburg stammt. Nach seinem Abitur im Jahr 2009 war er ins Priesterseminar eingetreten, das er 2014 mit seinem Diplom abgeschlossen hat. Die nächste Station führte ihn mit Beginn seines Pastoralkurses zu seiner ersten Stelle in der Basilika St. Lorenz in Kempten. Am 2. Mai 2015 erfolgte seine Weihe zum Diakon, am 26. Juni 2016 die Priesterweihe. Dass er einmal ein Mann Gottes werden will, dass stand für Lidel bereits im zarten Alter von fünf Jahren fest. Damals habe sich der Berufswunsch herauskristallisiert, erzählt er mit einem Schmunzeln: „Da habe ich mich entschieden, Priester zu werden. Dies lag vor allem daran, dass einer meiner beiden Großonkel Pfarrer war und mich sehr stark geprägt hat. Er war immer für mich da und hat sich viel Zeit genommen, meine Fragen zu beantworten. Vor allem habe ich gesehen, dass er als Priester ein sehr glücklicher, zufriedener Mensch ist und damit seine Erfüllung gefunden hat.“ Mit seiner Mutter sei er im Kindergottesdienst gewesen, erinnert er sich: „Aber ich hab’ hinterher gesagt: ‚Am nächsten Sonntag gehen wir wieder in eine gescheite Kirch’.“

Große Freude hat ihm schon immer die Liturgie bereitet: „Das ist ein ganz besonderer Teil.“ Nach seinen Zielen für die kommenden zwei Jahre als Murnauer Kaplan befragt, gibt sich der 28-Jährige bescheiden: „Ich verstehe mich als Mitarbeiter in der Pfarreiengemeinschaft, der den Pfarrer bei der Verwirklichung seiner Pläne unterstützt.“ Sein Ziel ist vor allem, unter der Maßgabe seines Primizspruches „Deus caritas est“ (Gott ist die Liebe) zu agieren. „Ich glaube, dass die Welt diese Botschaft von der Liebe Gottes braucht und sie ihr immer wieder verkündigt werden muss. Die Menschen sollen merken: Da ist jemand, der sich für mich interessiert – er redet mit mir, nicht weil es sein Job ist, sondern weil er es gerne tut.“

Zu den Dingen, die Lidel in seiner Freizeit macht, gehören kulturelle Aktivitäten. „Ich gehe in die Oper oder ins Theater. Vor zwei Jahren habe ich zum Beispiel im Münchner Cuvillies-Theater ‚Die Entführung aus dem Serail’ von Mozart gesehen – wirklich hervorragend.“ Sein Lehrmeister wird in den kommenden zwei Jahren Pfarrer Siegbert Schindele sein: „Ich freue mich, dass ich dieses Mal so einen jungen Kaplan bekomme“, sagt der Geistliche. Er erinnert daran, dass die beiden Vorgänger Lidels schon über 40 Jahre alt waren. „Ich habe die Hoffnung, dass er mit seiner Begeisterung und Freude auch auf die Jugend zugehen kann.“ Schließlich sei die Arbeit mit jungen Menschen eine wichtige Aufgabe der Kirche. „Ich möchte ihm die Chance geben, möglichst viel zu sehen und zu lernen, und er soll in möglichst viele Bereiche hineinschnuppern.“ Am Sonntag, 23. Oktober, wird Dr. John Madubuko bei einem Gottesdienst um 10.30 Uhr als Kaplan verabschiedet und Markus Lidel in sein neues Amt willkommen geheißen.

Heino Herpen

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