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Fühlt sich schon wohl an seinem neuen Arbeitsplatz: Frank Niederbühl.

Neuer Kaufmännischer Leiter im Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Jung, dynamisch, motiviert

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Garmisch-Partenkirchen - Seine Vita ist lang, obwohl er erst 34 Jahre alt ist: Nun tritt Frank Niederbühl seine Stelle als Kaufmännischer Leiter, Prokurist und Stellvertreter von Geschäftsführer Bernward Schröter im Klinikum Garmisch-Partenkirchen an. Eine private und eine berufliche Entscheidung.

Da kommt er daher, dieser Schnösel. Mit Anzug und Krawatte. Frisch vom Studium. Und will uns jetzt erzählen, wie der Laden läuft. Dieser Schnösel war 26 Jahre alt, hatte gerade sein Betriebswirtschaftstudium mit Schwerpunkt Gesundheitsmanagement abgeschlossen – und hat an seiner ersten Arbeitsstelle in der Verwaltung eines Krankenhauses mit den Vorurteilen schnell aufgeräumt. Denn er war gar kein Schnösel, verhielt sich nicht von oben herab. Sondern hat sich alles genau angeschaut, hat sich mit den Menschen unterhalten, wollte sich einbringen und von deren Erfahrungen lernen. Genau mit diesem Grundsatz kommt Frank Niederbühl nun, acht Jahre später, ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen. 34 Jahre alt, mit Anzug und Krawatte. Als Kaufmännischer Leiter und Prokurist, als Stellvertreter von Geschäftsführer Bernward Schröter.

Niederbühl kennt die Vorurteile, die so mancher mit seinem jungen Alter verbindet. Er hat sie ja erlebt, sie haben ihn sein gesamtes bisheriges Berufsleben begleitet. Und er weiß um die Frage, die sich so mancher stellt: Ist er nicht zu jung für diese verantwortungsvolle Aufgabe? Er begegnet ihr gelassen. Weil er weiß, was er kann. Er spricht von „Erfahrungsdichte“. In den vergangenen acht Jahren hat bei der Krankenhaus-Betreibergesellschaft Rhön-Klinikum AG in ganz Süddeutschland verschiedene Stationen durchlaufen, hat viele Bereiche kennengelernt. Zuletzt leitete er eineinhalb Jahre lang das MediClin-Herzzentrums in Lahr/Baden. Zuvor arbeitete er bereits als Kaufmännischer Leiter und Prokurist bei der Amper Kliniken AG in Dachau.

Sein Chef ist ein Bekannter: Bernward Schröter, heute Geschäftsführer in Garmisch-Partenkirchen. Es ist also keine Floskel, wenn Niederbühl verspricht: „Wir werden vieles im eingespielten Duo erarbeiten.“ Der 34-Jährige, der in Karlsruhe aufgewachsen ist, kommt als Nachfolger von Verwaltungsdirektorin Martina Ricci. Mit ihm sollen Verwaltung und Geschäftsführung noch enger zusammenwachsen. Vor allem sieht sich Niederbühl als Ansprechpartner für alle Abteilungsleiter. Im Alltag ist er nach zwei Wochen noch nicht angekommen. Im Moment führt er viele Gespräche, lernt Mitarbeiter, Strukturen, Abläufe, Daten und Fakten zum Klinikum kennen. Auch in Murnau wird er sich umsehen und die Kooperation mit der Unfallklinik vorantreiben. Das rundum erneuerte Klinikum Garmisch-Partenkirchen mit seinen 505 Betten und etwa 1300 Mitarbeitern gefällt Niederbühl. Seine finanzielle Situation, die medizinische Ausstattung und die Zukunftspläne des Hauses haben ihn überzeugt.

Doch das war nicht der einzige Grund, weshalb er Schröter, der sich Anfang des Jahres bei ihm gemeldet hatte, zugesagt hat. Ebenso wichtig war seine private Situation. Niederbühls Ehefrau arbeitet als Grundschullehrerin in München. Dort haben sie eine gemeinsame Wohnung – wo Niederbühl bislang allerdings nur am Wochenende lebte. Montags bis freitags arbeitete er an den jeweiligen Klinikumsstandorten und sah seine Frau nicht. Das soll sich ändern. Gemeinsam wollen sie sich in der Region eine Wohnung suchen. Natürlich sind auch die Berge nicht das schlechteste Argument für den Arbeitsplatzwechsel.

Endlich will Niederbühl wieder mehr seinen Hobbys nachgehen. Snowboarden, Klettern, Mountainbiken. Wobei er da vorsichtig geworden ist mit seinen Aussagen, schnell schiebt er nach: Er mache es halt einfach gerne. „Gefühlt hat man es hier ja nur mit Profis zu tun“, sagt er lachend. Drei Kletterführer liegen schon bei ihm zu Hause, die ihm Bekannte gleich zugesteckt haben. Einladungen zu Touren hat er auch schon einige bekommen. „Aber ich glaub’, da trainier ich erst einmal noch heimlich.“ Eine Einheit hat ihn mit dem Mountainbike bereits über die Bock- zur Reintalangerhütte geführt. Gut, meint er, dass er da keine Pulsuhr getragen hat. „Die hätte es wahrscheinlich gesprengt.“ Durchgequält hat er sich. Er ist ja noch jung.

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