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Reger Andrang herrschte bereits am Samstagvormittag im neuen Kletterwald am Kolbensattel: Und nach einer kurzen Einweisung konnte es gleich losgehen.

Landrat kneift

Neuer Kletterwald am Kolbensattel wurde eröffnet

Oberammergau - Zwischen Himmel und Erde: Acht Parcours mit 73 Übungen kann der neue Kletterwald am Kolbensattel vorweisen. Für manche Stationen braucht man auch Mut. Ab sofort kann sich dort jeder selbst testen. 

„Über sieben Brücken musst du gehen“ – dieser bekannte Song von Peter Maffay hätte gut gepasst für den neuen Kletterwald am Kolbensattel, der am Wochenende in Oberammergau eröffnet worden ist. Insgesamt gibt es zwar mehr als sieben Brücken. Ob allerdings alle acht Parcours in dem Waldgelände oberhalb des Alpine Coasters an einem Tag zu schaffen sind? Als hätten sie schon lange darauf gewartet, stürmten am herrlich sonnigen Samstag die zum Einladungsfest geladenen Gäste die Anlage. Einige von den Erfahrenen sah man flugs wie die Eichhörnchen in den oberen Etagen. Neulinge können ganz unten einen Meter über dem Erdboden beginnen.

Etwas Mut braucht man nämlich schon, um die besagten Brücken der höheren Schwierigkeitsgrade zu betreten, weil sie ganz schön wackelig sind. Die Füße tasten sich über Bretter oder Holzklötze, die hintereinander, an Seilen aufgehängt, von Baum zu Baum die einzige Verbindung sind. Doch es kann nichts passieren, denn die Sicherung mit dem Anseilsystem ist perfekt. Am Ende der Kletterei hat man das erhebende Gefühl, etwas Großartiges geschafft zu haben. „Unsere Kletterwaldanlage ist mittelschwer, wir haben uns auf Familien konzentriert. Auch Kinder kommen überall durch“, erläuterte „Henne“ (Peter) Hensold, der gemeinsam mit seiner Frau Tilla den Naturzeit-Kletterwald betreibt, bei der Eröffnung. Selbst für Kleinkinder gibt es einen leichten Mini-Parcours. Für Jeden sei etwas dabei mit 73 Übungen, verteilt auf die acht Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade. „Kletterwälder gibt es schon seit 30 Jahren, also hat man inzwischen viel Erfahrung mit dem Baumschutz“, so Hensold. Die Stahlseile, die das Klettergerät tragen, werden an die Bäume geklemmt, die Halterungen jährlich versetzt. „Wir gehen sorgsam mit den Bäumen um, weil es unsere Lieblinge sind.“

Unter den prominenten Gästen der Eröffnung befand sich auch Landrat Anton Speer, der „kneifte“ und augenzwinkernd versprach, später einmal zu klettern. Klement Fend, Geschäftsführer der Aktiv Arena am Kolben, freute sich darüber, dass Einheimische das Unternehmen lenken, und gab einen Rückblick über die letzten Wochen. Anfang Juli war mit dem Bau begonnen worden. Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sei die Fertigstellung blitzartig verwirklicht worden. Die Öffnungszeiten ändern sich saisonbedingt: Derzeit – bis 11. September – kann man montags bis freitags jeweils von 10 Uhr bis 18.30 Uhr klettern, samstags und sonntags jeweils 9 Uhr bis 19 Uhr. Drei Stunden klettern kosten 22 Euro, für Kinder 17 Euro. Der Besuch kann mit Sesselbahn und Coaster kombiniert werden (25,50 Euro).

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