In Ausländerbehörde: Mann hält Frau und Säugling als Geiseln

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Ziehen an einem Strang: (v.l.) Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner, Wolfgang Schwind, Judith Fiedler (Alpenwelt Karwendel) und Philipp Rangger (rabemedia).

Chance für Hoteliers und kleine Vermieter

Ein neues Fenster zur Welt

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Oberes Isartal - Neue Plattform: Im Isartal gibt es mit "Karwendel TV" ab sofort regionales Fernsehen. Gerade der Tourismus soll davon profitieren.

Ihre Heimat, die kennen die Isartaler. Die Leut' sich untereinander zum größten Teil auch. Jetzt können sie sich ihre Heimat sogar in die eigenen vier Wände holen, sie gemütlich vor dem Fernseher genießen. Und vielleicht dabei noch etwas Neues darüber erfahren. Zumindest besteht diese Möglichkeit ab sofort. Denn Wallgau, Krün und Mittenwald haben jetzt ihren eigenen Sender - er heißt „Karwendel TV".

Hinter dem Projekt steckt Wolfgang Schwind. Im März 2011 hat der Mittenwalder Unternehmer den Bahnhof übernommen und dort schon Bildschirme mit einem Infotainment-System installiert. Das bewegte Bild hat es ihm angetan, die Idee für „Karwendel TV“ reifte. Und er holte sich Verstärkung an die Seite. Die Familie Rangger aus Tirol. Diese betreibt dort seit über zehn Jahren touristische Regionalfernsehsender. Zum Beispiel das Pendant des Isartaler Projekts „Seefeld TV“ - mit einer Reichweite von 60 000 bis 90 000 Sehern pro Woche.

Das Besondere des internetbasierten Fernsehens, das von der „rabemedia gmbh“ angeboten wird, ist die „technische Raffinesse“, wie Philipp Rangger verdeutlicht. „Wir haben eine Software entwickelt, um die Inhalte auf alle Endgeräte auszuspielen.“ Auf Knopfdruck können diese sowohl über Hotelkanäle, Internet, Apps oder Kabelfernsehen ausgestrahlt werden - ohne dass Hardwarekosten entstehen.

Kein Wunder, dass Mittenwalds Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU) von der Innovation begeistert ist. „Als Tourismusdestination freut’s uns“, sagt er. „Das ist eine neue Plattform, unsere Themen einzuspeisen.“ Bei dem Projekt geht es aber um viel mehr, als nur dem Tourismus eine größere Präsenz einzuräumen. Der Nutzer kann sich dort auch Themen wie Tradition, landschaftliche Schönheiten, Veranstaltungshinweise oder den Blick hinter die Kulissen der Region zu Gemüte führen - in Form von Videos mit einer Dauer von maximal 2.30 Minuten. „Wir wollen Begeisterung über den Bildschirm vermitteln“, sagt Rangger, damit die Region für das Publikum spürbar wird.

Der touristische Aspekt der Werbung spielt dennoch eine wichtige Rolle. Das Ziel ist klar gesteckt: Bilder aus dem Isartal in die Welt hinauszusenden. Dafür holen sich die Initiatoren verschiedene Partner ins Boot, für die „Karwendel TV“ von Nutzen sein könnte. Neben den Gemeinden und der Alpenwelt Karwendel zählen das Beherbergungsgewerbe, andere Branchen und Vereine dazu. „Das ist auch eine Unterstützung für Hoteliers bei der Online-Werbung“, unterstreicht Rangger. Aber gerade für kleinere Vermieter bietet sich Schwind zufolge eine Chance.

Und das alles für einen kleinen Preis. Die Finanzierung läuft über Mietmodelle. Für einen gewissen Betrag gibt’s eine gewisse Leistung. „Die monetäre Seite muss auch stimmen“, räumt Schwind ein. Denn in das Projekt wurde nicht nur viel Herzblut im Vorfeld gesteckt. Auch Geld. Noch dazu kümmern sich 25 Menschen darum, dass „Karwendel TV“ einschlägt. Ein intensive Arbeit, die sich aber lohnen wird, ist sich Schwind sicher. Denn die neue Plattform hat Vorreiterfunktion, sagt der Unternehmer. „Im bayerischen Alpengürtel gibt’s nichts Vergleichbares.“

Weitere Informationen:

Internetseite: www.karwendel.tv

Facebook-Seite: facebook.com/karwendel.tv

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