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Gewerbegebiet mit Bergblick: Am Ortseingang von Partenkirchen, vom Kreisverkehr bis zur bestehenden Bebauung, plant ein Investor ein neues, seit langem gefordertes Gewerbegebiet.

60.000 Quadratmeter Fläche

Neues Gewerbegebiet in Partenkirchen geplant

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Garmisch-Partenkirchen - Handwerker und Betriebe in Garmisch-Partenkirchen verlangen immer wieder nach Platz. Franz Hummel kann ihnen jetzt Flächen bieten: Der Bauträger plant ein großes Gewerbegebiet am Ortseingang von Partenkirchen – auf der grünen Wiese.

Es gibt Betriebe in Garmisch-Partenkirchen, die drückt der Schuh gewaltig. „Die sind von Bebauung umzingelt“, sagt Bürgermeister Thomas Schmid (CSB). An ihren bisherigen Standorten können sie nicht erweitern. Aber neue Flächen sind rar – und teuer, kaum zu bezahlen. Ohne Expansion können die Unternehmer den Betrieb für die Zukunft jedoch nicht sichern. Ein Dilemma.

Nun hat Bauträger Franz Hummel hat am Ortseingang von Partenkirchen rund 60.000 Quadratmeter Grund erworben: grüne Wiesen am Kreisverkehr und entlang der Münchner Straße, im Süden begrenzt durch die Bebauung. Ein gutes Dutzend privater Eigentümer überließ ihm ihr Land. „Fast eineinhalb Jahre“ haben die Verhandlungen gedauert, berichtet er. Über den Preis herrscht Stillschweigen.

Am Bedarf der Unternehmer hat Hummel keinerlei Zweifel: Rund 35 Betriebe hätten bereits ihr Interesse bekundet. „Wir wollen einheimische Bewerber bevorzugen“, sagt Hummel. Für sie dürfte der Preis entscheidend sein. Schreinermeister und CSU-Gemeinderat Alois Maderspacher hatte stets 250 Euro pro Quadratmeter als „Schmerzgrenze“ angegeben. Für Hummel ist das „die Zielvorgabe, auf die wir hinarbeiten“.

Profitieren soll auch die Kommune. Hummel tritt ihr einen Teil der Flächen ab, die sie wiederum für Betriebe vorhalten kann. Dafür leitet die Gemeinde die Planungsverfahren ein. Das habe der Bauausschuss des Gemeinderates vor wenigen Monaten in geheimer Sitzung einstimmig in Aussicht gestellt, wenn ein Investor sinnvoll zusammenhängende Flächen bieten könne, erklärt Schmid. Er begrüßt die Initiative von Hummel.

Die Verfahren werden dauern. Frühestens Anfang 2015, „wenn alles gut geht“, rechnet Hummel mit dem Baubeginn. Dabei gibt es noch ein großes Fragezeichen: die Bewerbung Garmisch-Partenkirchens an der Seite von München, Ruhpolding und dem Berchtesgadener Land für die Winterspiele 2022. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet erst am 15. Juli 2015 in Kuala Lumpur über den Austragungsort. Sollte Deutschland erneut kandidieren – und diesmal den Zuschlag erhalten –, steht der Bau des Wanktunnels wieder im Raum. Für die Anbindung müsste Hummel Flächen abgeben. Und die Pläne wären – zumindest teilweise – hinfällig.

Mehr zum Thema lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts / Murnauer Tagblatts.

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